Handball

Neue Spielgemeinschaft: Die Zukunft heißt HSG Bergedorf

Torhüterin Vanessa Wulf wechselt von der Lauenburger SV zur künftigen HSG Bergedorf.

Torhüterin Vanessa Wulf wechselt von der Lauenburger SV zur künftigen HSG Bergedorf.

Foto: Hanno Bode

TSG Bergedorf, ASV Bergedorf 85 und SC Vier- und Marschlande machen künftig als HSG Bergedorf im Handball gemeinsame Sache.

Bergedorf. Am Dienstagabend haben die Oberliga-Handballerinnen der SG Bergedorf/Vier- und Marschlande zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Krise wieder in der Sporthalle am Ladenbeker Furtweg trainiert – in Kleingruppen, ohne Zweikämpfe und mit viel Abstand. „Als wir die Tore hervorgeholt haben, lag auf der Latte jede Menge Staub. Da haben wir gemerkt, was für eine Zeit wir hinter uns haben“, erzählt der Trainer Gunnar Weber. In den Wochen des Lockdowns hatten sich die Spielerinnen in den Boberger Dünen fit gehalten.

Ärger über den Namen vorprogrammiert

Derweil nimmt der Kader für die kommende Spielzeit langsam Formen an. Nach den Zwillingen Sarie und Alina Stapelfeldt (wir berichteten) wechselt auch Torhüterin Vanessa Wulf von der Lauenburger SV zu den Bergedorferinnen. Doch wann die nächste Oberliga-Saison beginnen kann, steht in den Sternen. Sicher scheint jedoch: Die SG Bergedorf/Vier- und Marschlande wird es dann wohl schon nicht mehr geben. Sie wird aufgelöst. Künftig treten die 1. Damen ebenso wie alle anderen BVM-Teams unter dem Namen „HSG Bergedorf“ an. Dahinter verbirgt sich eine Kooperation der beiden BVM-Stammvereine, ASV Bergedorf 85 und SC Vier- und Marschlande, mit der TSG Bergedorf.

Einigung nach drei Jahren

Bereits vor drei Jahren hatten die beteiligten Clubs zum ersten Mal eine Zusammenarbeit angestrebt. Nun hat es endgültig geklappt. „Im C-Jugend-Bereich gibt es ja schon länger eine Kooperation. Darauf setzen wir jetzt auf“, erläutert der Handball-Abteilungsleiter der TSG Bergedorf, Tobias Münster. Die TSG wird dabei auch ihre Infrastruktur mit den Fitness-Studios einbringen, um perfekte Rahmenbedingungen für Leistungshandball zu schaffen. „Das ist ein Pfund, mit dem nicht jeder wuchern kann“, führt Münster weiter aus, „zudem verdoppeln wir unsere Hallenzeiten und sind dadurch flexibler.“

In der kommenden Woche soll die Entscheidung über das neue Logo und das künftige Trikot fallen. Doch Ärger wegen des Namens „HSG Bergedorf“ scheint vorprogrammiert zu sein. „Ich war davon ausgegangen, dass die Spielgemeinschaft ,HSG Bergedorf/VM’ heißen wird. Der Hinweis auf die Vier- und Marschlande ist uns sehr wichtig“, wundert sich Marita Prorok, Handball-Abteilungsleiterin des SC Vier- und Marschlande.

1. Herren: Aufstieg am Grünen Tisch

Am 24. Juni sollen auf einer Mitgliederversammlung den Handballern die Details zur neuen Kooperation näher erläutert werden. Unterdessen gibt es schon den ersten sportlichen Erfolg zu vermelden. Die 1. Herren sind auf Antrag am Grünen Tisch in die Hamburg-Liga aufgestiegen. In der Landesliga waren sie bis zur Corona-Unterbrechung als Tabellenzweiter punktgleich mit Spitzenreiter HSV/Hamm 02, hatten aber beide direkten Duelle knapp verloren. „Es ist schön, dass das jetzt nicht den Ausschlag über den Aufstieg gegeben hat“, freut sich 1. Herren-Spieler Gabriel Sahlmann.