Handball

Geschafft! Aufstieg in die Landesliga

Geesthachts Trainer Thomas Brodeßer geht vor der Ersatzbank auf und ab.

Geesthachts Trainer Thomas Brodeßer geht vor der Ersatzbank auf und ab.

Foto: Hanno Bode

Die Frauen des VfL Geesthacht und die Männer des TuS Aumühle-Wohltorf gehen nach dem Saisonabbruch hoch.

Geesthacht/Aumühle. Die üblichen Begrüßungsfloskeln beim Anruf des Lokalsportredakteurs ließ Thomas Brod­eßer einfach weg. Der Trainer der Regionsliga-Handballerinnen des VfL Geesthacht sagte als Erstes „Danke“, als er das Gespräch annahm. Gleich so, als habe er mit dem Glückwunsch zum Aufstieg seiner Mannschaft gerechnet. Und damit lag der erfahrene Übungsleiter goldrichtig.

Allerdings geht dieser Erfolg nicht als elfter Titel in Brodeßers Sammlung ein. Der Saisonbetrieb ist eingestellt, es gibt weder Absteiger noch Titelträger. Stattdessen wurden die beiden Erstplatzierten der Regionsliga-Tabelle gefragt, ob sie aufsteigen wollen. Folge: Der VfL und der punktgleiche TSV Ellerau (beide 30:4) spielen in der kommenden Saison in der Landesliga.

HSG 404 steigt freiwillig ab

Nicht mehr in dieser Spielklasse werden die Handballerinnen der HSG 404 vertreten sein. Obwohl im Abschlussklassement Tabellenletzter (7:33 Punkte), hätte die Spielgemeinschaft aus Schwarzenbek, Trittau und Lütjensee noch ein weiteres Jahr in der Landesliga auflaufen dürfen. Denn auch hier gilt: Es gibt keine Absteiger. Doch für die HSG 404 – benannt nach der Bundesstraße, an der die drei Orte liegen – war die Spielklasse eine Nummer zu groß.

Gefreut haben sich auch die Männer der zweiten Mannschaft des TuS Aumühle-Wohltorf. Das Team aus dem Sachsenwald steigt als Zweiter (27:9)in die Landesliga auf. Da Spitzenreiter HSG Wagrien verzichtet hat, rückt der Tabellendritte TSV Ellerau als zweiter Aufsteiger nach. „Ich hätte es gern anders hinbekommen, um auch den Aufstieg mit der Mannschaft feiern zu können. Aber die Jungs haben es sich auf jeden Fall verdient“, sagt TuS-Trainer Tim Aldenhövel.

BVM-Männer und Elbdiven hoffen noch

Ganz so weit wie in der Region Süd/Ostsee sind sie auf Landesebene noch nicht. Klar ist, auch hier steigen die Erstplatzierten der Schleswig-Holstein-Ligen und Landesligen auf. Offen ist aber, was mit den Zweiten passiert. Mannschaften aus dem Verbreitungsgebiet sind davon aber nicht betroffen. Die Elbdiven aus Lauenburg müssen als Tabellendritter darauf hoffen, dass ein Team auf das Aufstiegsrecht verzichtet.

Die Abschlusstabellen in Schleswig-Holstein werden übrigens nach dem Punktequotienten errechnet. Das hatte der DHB seinen Landesverbänden empfohlen. HVSH-Geschäftsführer Sascha Zollinger hatte schon vorab gesagt, sein Verband werde sich am DHB orientieren.

Auch in Hamburg ist noch offen, was aus den Zweiten wird. Große Hoffnung auf den Aufstieg machen sich noch die Landesliga-Handballer der SG Bergedorf/Vier- und Marschlande. Das Team von Trainer André Peter liegt im Klassement direkt hinter dem punktgleichen Ersten HSV/Hamm 02 (beide 27:7). „Wir würden gern. Aber ob wir überhaupt die Möglichkeit bekommen aufzusteigen, muss sich noch zeigen“, sagt Peter.