SCVM

Janik Wagner trifft doppelt zum 2:1 gegen den Bergedorf

Ole Dabelow (SCVM, rechts) lässt Ugur Karakas vom ASV Bergedorf 85 aussteigen.

Ole Dabelow (SCVM, rechts) lässt Ugur Karakas vom ASV Bergedorf 85 aussteigen.

Foto: M. Herzog

Der ASV Bergedorf war am Zollenspieker lange das bessere Team. Doch am Ende stand das Team mit leeren Händen da.

Kirchwerder. Ungewollt symbolisch war das Entzünden einiger Rauchtöpfe von unverbesserlichen Fans des Fußball-Bezirksligisten ASV Bergedorf 85 nach dem 1:2 beim SC Vier- und Marschlande. Die deutliche Überlegenheit der Bergedorfer, sie war am Ende nur noch Schall und Rauch.

„Das war unser schönster Sieg der Saison, denn er kommt so unverhofft“, jubelte SCVM-Coach Thorsten Beyer, der neun Spieler ersetzen musste und mit fünf A-Jugendlichen in der Startelf begann. Entsprechend vorsichtig begannen die Hausherren. Ihre einzige Chance in der ersten Hälfte besaß Laurin Pax, der einen Freistoß knapp rechts am Tor vorbeischoss (21.).

Verletzungsschock nach neun Minuten

Ganz anders die Bergedorfer, die sich auch durch die frühe Verletzung von Mittelfeldmotor Roy Bannasch (9.) nicht irritieren ließen. In einer erschreckend schwachen Begegnung hätten sie bereits zur Pause führen müssen. Doch der 18-jährige SCVM-Verteidiger Jonas Lenz rettete großartig gegen Benjamin Vermehren (26.), und Mirco Dell versemmelte das wunderbare Zuspiel von Ugur Karakas per Hacke kläglich. Er schoss aus zwölf Metern vorbei (35.).

Nach dem Seitenwechsel war der Bergedorfer Schwung wie weggeblasen. Julian Pax hatte die Führung für den SCVM auf dem Schädel, köpfte freistehend drüber (60.). „Schreib’ nur zwei Zeilen über das Spiel, mehr lohnt nicht!“, forderte ein Fan entnervt vom unterirdischen Niveau.

Elfmeter erst im Nachschuss drin

Wie aus dem Nichts fädelte dann Bergedorfs Vincent Krahn bei SCVM-Spieler Julian Pax ein, und Schiedsrichter Nurullah Acar zeigte zu Recht auf den Elfmeterpunkt. Den Schuss von Marco Bugla parierte SCVM-Keeper Patrick Möller zwar noch, doch gegen dessen Nachschuss war er machtlos – das 0:1 (65.).

Fast die identische Szene dann auf der Gegenseite, als Bergedorfs Julian Bieber Julian Pax zu Fall brachte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Janik Wagner zum 1:1 (79.). „Es war klar, dass dieses Spiel durch Standardsituationen entschieden würde“, analysierte Bergedorfs Coach Patrick Paap, „schade nur dass der Elfmeter durch eine unnötige Daddelei zuvor zustande gekommen war.“

Fulminanter Volleyschuss zum Siegtreffer

Damit aber nicht genug des Vier- und Marschländer Glücks: Beim nächsten Angriff kommt Wagner an der Strafraumgrenze zum Schuss und trifft mit einem fulminanten Volleyschuss zum 2:1 (81.). Unverhofft kommt oft!
SCVM:
Möller; Tanski, J. Wagner, Lenz, Cengiz; Pawlak; J. Pax (90. Gese), Dabelow, L. Pax (58. Hepfer), Osei (74. Bethcke); Cahnbley.
ASV:
Garvs; Krahn, Adden, Bie­ber, D. Wagner; Karakas, Bannasch (9. Ehmke); Gauger (74. Heinze), Dell (82. Knop), Bugla; Vermehren.