5:2 gegen Dersimspor

VfL Lohbrügge marschiert unbeirrt in Richtung Meisterschaft

Maurice Herzog VfL Lohbrügge gegen Dersimspor, links: Dijar Kaval (Dersim), rechts:Jonas Holz (VfL)

Maurice Herzog VfL Lohbrügge gegen Dersimspor, links: Dijar Kaval (Dersim), rechts:Jonas Holz (VfL)

Foto: M. Herzog / Maurice Herzog

Selbst ein Rückstand brachte Tabellenführer VfL Lohbrügge beim elften Sieg im elften Heimspiel nicht aus dem Konzept.

Lohbrügge. Eine Stunde lang hatte sich der VfL Lohbrügge schwer getan, doch nun kombinierte der Tabellenführer der Fußball-Landesliga so leicht und locker wie eh und je: Mohamed Labiadh mit dem Pass auf Mert Akkus, der schickt Jonas Holz steil, Querpass in die Mitte und der heranstürmende Labiadh vollstreckt nach einem 50-Meter-Sprint zum 4:1 ins Tor. Der berühmte Sack war zu und der elfte Sieg im elften Heimspiel eingetütet. Am Ende hieß es 5:2 gegen Dersimspor.

Dersimspor „gierig“ auf die Bälle

Bis es zu solchen Spielstafetten kam, hatte der VfL Lohbrügge, der auf Top Scorer Pascal Bäker (Leistenprobleme) verzichten musste, einiges zu tun. Vor etwa 60 Zuschauern kamen die Gäste viel besser ins Spiel. Dersimspor war präsent auf dem Platz, gierig auf die Bälle und versuchte die „hüftsteife Abwehr“ (Gäste-Trainer Zeynel Selcuk) der Hausherren zu überspielen. In der 11. Minute kam so ein langer Ball perfekt in den Lauf von Elias Sawicki, der dem herauseilenden Alen Brandic keine Chance ließ und zur überraschenden Führung einnetzte. Da half auch das Reklamieren wegen eines vermeintlichen Handspiels nicht. Das Tor zählte.

„Dersimspor hat es zu Beginn echt gut gemacht. Sie hatten viel Mut, und darauf mussten wir uns in der Verteidigung erstmal einstellen“, erklärte Übungsleiter Elvis Nikolic die behäbige Anfangsphase seiner Elf. Doch schocken ließ sich seine Mannschaft nicht und zeigte nach 20 Minuten, wie einfach Fußball sein kann: Stjepan Brkic legte ab für Sandjar Ahmadi, der aus 16 Metern stramm zum 1:1 ins lange Eck vollendete (21.).

Keeper Brandic rettet die Führung

Wenig später nutzte Anto Zivkovic einen Fehlpass von Keeper Can Öküzbogan eiskalt aus (25.) – das Spiel war gedreht, die Leichtfüßigkeit zurück. Leichtfertig vergab Onur Saglam in der 27. Minute die Vorentscheidung aus kurzer Distanz. Glück auch für den VfL, dass Brandic glänzend gegen Sawicki parierte (40.) und Ezer Browne freistehend zu hoch zielte (45.). So hielt die 2:1-Führung bis zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel ging es nur noch in eine Richtung: Duro Maskaljevic erhöhte per Elfmeter auf 3:1 (71.). Vorangegangen war ein Foul an Jonas Holz. Es folgten der eingangs erwähnte, schönste Treffer des Tages von Labiadh (73.) und ein Freistoßtor von Maskaljevic (83.). „Dersim“ betrieb mit dem 2:5 durch Timo Pfaffenroth kurz vor Ultimo noch etwas Ergebniskosmetik (87.). „Wir müssen das 3:1 früher machen, dann ist hier Ruhe im Karton. Aber letztlich hat es auch so gereicht“, resümierte Nikolic.
VfL:
Brandic (3); Ahmadi (3) ab 70. Hoppe (-), Atug (3), Hamdan (4), Santelmann (3) ab 46. Akkus (3); Saglam (3), Holz (2); Maskaljevic (2), Zivkovic (3), Brkic (3); Labiadh (3) ab 77. Löw (-).