Jr. NBA League

Neue Schul-Liga soll den Basketball-Boom befeuern

Der TSG Vorsitzende Boris Schmidt (links) sowie Innensenator Andy Grote (Mitte) stellten mit ihren Mitstreitern das neue Projekt vor.

Der TSG Vorsitzende Boris Schmidt (links) sowie Innensenator Andy Grote (Mitte) stellten mit ihren Mitstreitern das neue Projekt vor.

Foto: Daniel Schäfer / Daniel Schaefer

Das Gymnasium Allermöhe läuft in der neuen Liga als „Toronto Raptors“ auf, die Stadtteilschule Bergedorf spielt als „Charlotte Hornets“.

Bergedorf. Die Beliebtheit der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA ist in den vergangenen Jahren permanent gestiegen. Rund acht Milliarden US-Dollar Umsatz pro Saison erwirtschaften die 30 Teams. Obwohl die Spiele nur im Bezahl-TV zu sehen sind, reicht die Strahlkraft der besten Basketballer der Welt längst auch bis nach Deutschland und hier sogar bis in die Kinderzimmer. „Viele Jugendliche kommen in NBA-Trikots zum Training“, hat Björn Fock, 1. Herren-Trainer und Jugend-Koordinator bei der TSG Bergedorf, beobachtet. Das wollen die Schulen und Sportvereine der Hansestadt sich nun zunutze machen und hoben die „Jr. NBA League“ aus der Taufe.

Zwei Teams aus Hamburgs Osten

Die Idee: Schülermannschaften (11 bis 13 Jahre) treten unter dem Namen der NBA-Teams gegeneinander an. Das Finale wird in der edel-optics.de Arena in Wilhelmsburg gespielt, der Heimstätte des Bundesligisten Hamburg Towers. Unter den Teilnehmern sind auch zwei Schulen aus dem Bezirk Bergedorf: das Gymnasium Allermöhe (Toronto Raptors) und die Stadtteilschule Bergedorf (Charlotte Hornets).

Beide sind durch Schul-Kooperationen mit dem SV Nettelnburg/Allermöhe (Gymnasium Allermöhe), beziehungsweise der TSG Bergedorf (Stadtteilschule) gut auf die sportliche Herausforderung vorbereitet. Doch vor allem für die Bergedorfer kommt es knüppeldick: Hinter dem Auftaktgegner New Orleans Pelicans am 15. April verbirgt sich die Stadtteilschule Alter Teichweg, eine Sportschule – das härteste Los der Stadt.

Soziale Werte vermitteln

Björn Fock, dessen Bruder Lars Fock (1. Herren-Spieler der TSG) das Training an der Stadtteilschule Bergedorf leitet, bleibt gelassen. „Es geht bei dem Projekt ja nicht nur ums Gewinnen, sondern auch darum, den Jugendlichen soziale Skills wie Fairness oder pünktliches Erscheinen zu vermitteln“, sagt er. Und natürlich hofft die TSG, dass so manches Talent für den Verein abfällt. Von 2018 bis 2019 konnte der Großclub die Anzahl seiner aktiven Jugend-Basketballer um ein Viertel von 196 auf 254 steigern.