Fußball-Oberliga

Dassendorf gegen Curslack: Derby mit sächsischem Einschlag

Dassendorfs Amando Aust (links) und Jan Bannasch im Duell.

Dassendorfs Amando Aust (links) und Jan Bannasch im Duell.

Foto: Hanno Bode

Wenn die TuS Dassendorf den SVCN empfängt, rechnet die TuS auch mit 150 Fans aus Dresden, die wegen der Partie bei St. Pauli auf Stippvisite sind.

Dassendorf/Curslack. Satte 37 Punkte und 13 Tabellenplätze trennen die TuS Dassendorf und den SV Curslack-Neuengamme vor ihrem Aufeinandertreffen am Sonnabend (13 Uhr, Wendelweg) in der Fußball-Oberliga. Alles andere als ein Erfolg des gastgebenden Tabellenführers wäre also eine große Überraschung. Trotz der klaren Rollenverteilung blickt SVCN-Manager Oliver Schubert dem Duell mit dem Hamburger Pokalsieger durchaus optimistisch entgegen. „Das ist das beste Spiel, was uns als Auftakt nach der Winterpause passieren konnte. Alle denken doch sowieso, dass Dassendorf gewinnen wird. Hätten wir gegen einen anderen Gegner gespielt, wäre der Druck für uns viel größer“, sagt der Trauzeuge von TuS-Ligamanger Alexander Knull.

Erstes Pflichtspiel von SVCN-Coach Woike

Gemeinsam mit Knull, Dassendorfs Sportchef Jan Schönteich und Holger Ditt­rich, dem Vater von TuS-Kicker Maximilian Dittrich, wird sich Schubert nach der Partie zum Skat- und Knobelabend des FC Voran Ohe aufmachen. An Gesprächsthemen dürfte es dem Quartett nicht mangeln. Ein Thema dürfte dabei gewiss sein: Wie sich Curslack im ersten Pflichtspiel unter dem neuen Coach Christian Woike zuvor präsentiert hat. „Die Handschrift von ‚Crille‘ ist schon total zu erkennen“, lobt Schubert den Nachfolger von Matthias Wulff, sagt aber auch: „Man darf jetzt keine Wunderdinge erwarten.“

Auch Woike selbst scheut sich trotz der guten Vorbereitung mit sechs Siegen in sieben Partien davor, eine Kampfansage in Richtung des Favoriten zu schicken. „Um die Mannschaft zu knacken, brauchst du nicht nur eine gute Taktik und Idee, da müssen mehrere Dinge ineinandergreifen“, erklärt der 41-Jährige. „Demut“ sei in Anbetracht der 13 Plätze geboten, die Curslack von der TuS trennen. Sein Matchplan daher: „Wir wollen sie auf unser Niveau runterziehen.“

Dassendorf in Bestbesetzung

Personell ist der SVCN auch nicht auf Rosen gebettet. Verteidiger Marvin Schalitz, Top-Torjäger Marco Schu­bring und Ex-Profi Arnold Lechler fehlen verletzt, Neuzugang Özgür Bulut muss eine Rotsperre aus Zeiten bei seinem Ex-Club Meiendorfer SV abbrummen. Witalij Wilhelm ist beruflich verhindert.

Dassendorf kann derweil aus dem Vollen schöpfen und darf sich auf die zusätzliche Unterstützung von bis zu 150 Fans von Dynamo Dresden freuen. TuS-Mäzen Michael Funk hat den Anhang des Erstrundengegners im DFB-Pokal (0:3), der heute Abend beim FC St. Pauli spielt, zu Freundschaftspreisen in seine Hotels eingeladen. Vor toller Kulisse wollen die Gastgeber trotz Trainerwechsels beim SVCN den nächsten Schritt zum Titel machen. „Es ist immer spannend, wenn ein neuer Impuls in der Mannschaft ist. Aber wir sind in der Lage, den Gegner einzuordnen“, sagt Coach Jean-Pierre Richter, während sein Keeper Christian Gruhne warnt: „Das wird sehr schwer. Curslack ist immer sehr hart und kämpferisch gegen uns. Für sie ist es das Spiel des Jahres.“