Regionalliga

Herren 30 des TTK vor Norddeutschem Meistertitel

Wohltorfs Sebastian Fitz streckt sich nach einem Rückhandball.

Wohltorfs Sebastian Fitz streckt sich nach einem Rückhandball.

Foto: Volker Koch

Wachablösung bei den Tennis-Herren 30: Der TTK Sachsenwald steht nach 5:1 gegen den Uhlenhorster HC kurz davor, den Serienmeister zu entthronen.

Wohltorf. Mit rund 100 Zuschauern war die Tennishalle des TTK Sachsenwald richtig gut gefüllt. „Für ein Spiel in der Herren 30-Regionalliga ist das absolut ungewöhnlich“, verdeutlichte TTK-Trainer Alexander Jonscher noch einmal das Szenario im entscheidenden Liga-Punktspiel gegen den Uhlenhorster HC. Es ging um nicht weniger als den Norddeutschen Titel, mit dem sich der Regionalliga-Meister schmücken darf.

Der UHC kennt dieses Gefühl nur zu gut, gewann diese Auszeichnung sieben Mal in Folge. Der TTK dagegen ist gerade erst in die höchste Staffel im Hallenspielbetrieb aufgestiegen. Vor dem Match waren beide Teams noch ungeschlagen. Angefeuert von den Wohltorfer Fans (Jonscher: „Stimmungstechnisch war es spitze“) spielte sich der TTK in einen Rausch. Was nach dem deutlichen 5:1-Sieg jetzt zum Glück – sprich dem Titel – fehlt, ist ein Punkt gegen das sieglose Schlusslicht SC Victoria Hamburg II. „Doch das ist eigentlich nur Formsache“, sagt Jonscher.

Mammut-Match von Heinkel

Vor allem, wenn seine Spieler wieder an die Gala-Form vom UHC-Spiel anknüpfen können. Insbesondere Sebastian Fitz gelang in seinem Einzel gegen Florian Rathmann beim 6:3, 6:1 fast alles. „Das war einfach nur brillant. Sebastian hat im ganzen Match vielleicht drei leichte Fehler gemacht“, sagte Coach Jonscher. Weil Carsten Bellingrodt im Parallelspiel aber gegen Sebastian Schulz klar den Kürzeren zog (2:6, 1:6), ging es mit dem Zwischenstand von 1:1 in die zweite Einzelrunde.

Hier siegte TTK-Spitzenspieler Philipp Hammer souverän mit 6:4 und 6:3 gegen Jan Greve. Stefan Heinkel dagegen, vor kurzem noch von Rückenproblemen geplagt, lieferte sich gegen Ulrich Tippenhauer ein echtes Mammutmatch. Heinkel holte im ersten Durchgang einen 2:5-Rückstand auf, wehrte einen Satzball ab und siegte letztlich nach rund zweieinhalb Stunden mit 7:6, 6:7 und 10:8.

Im Visier: Aufstieg in die 1. Bundesliga

Nach einer nur 30-minütigen Pause musste Heinkel schon wieder im Doppel mit Bellingrodt gegen Tippenhauer/Schulz ran und gewann erneut erst im Match-Tiebreak (6:3, 6:7, 10:6). Im anderen Doppel schlugen Hammer/Fitz das Duo Greve/Rathmann 7:6, 6:4. Damit war der 5:1-Sieg in trockenen Tüchern. „Die Halle tobte total. Das war Werbung für den Tennissport“, sagte Jonscher.

Für die Sommersaison planen die Herren 30 einen noch größeren Coup: den Durchmarsch als Regionalliga-Aufsteiger in die 1. Bundesliga.