Ab Sommer

Dennis Tesch wird neuer Trainer der TuS Dassendorf II

Dennis Tesch erklärt Börnsens Christoph Bolz etwas auf der Taktik-Tafel.

Dennis Tesch erklärt Börnsens Christoph Bolz etwas auf der Taktik-Tafel.

Foto: Hanno Bode

Die Dassendorfer „Zweite“ soll drastisch verjüngt und Schritt für Schritt zu einer U23 als Unterbau für das Oberliga-Team verändert werden.

Dassendorf. Der frühere Coach des SV Börnsen, Dennis Tesch, wird ab Sommer neuer Trainer beim Fußball-Kreisligisten TuS Dassendorf II. „Er ist mein absoluter Wunschkandidat“, schwärmt der Sportliche Leiter der „Zweiten“, Jörg Willhöft, „ich hätte gar nicht gedacht, dass er zusagen würde.“ „Jörg hat genau im richtigen Moment angerufen“, schmunzelt Tesch, der nach seiner Entlassung beim SVB Mitte November nun als Stützpunkt-Trainer beim Hamburger Fußball-Verband hospitiert. „Da habe ich dann schnell gemerkt, dass mir doch etwas fehlt, wenn ich nicht an der Seitenlinie stehen kann.“

Coach Dennis Lößel macht als Spieler weiter

Mit der Verpflichtung von Tesch ist ein neues Konzept der Dassendorfer verknüpft. „Wir wollen die ,Zweite’ drastisch verjüngen und sie Schritt für Schritt zu einer U23 als Unterbau für die ,Erste’ machen“, blickt Willhöft voraus. Dass ohnehin ein halbes Dutzend Spieler im Sommer in die Alte Herren wechselt, vereinfacht den Prozess. Um vier, fünf erfahrene Korsettstangen herum sollen junge Spieler an den Herren-Leistungsbereich herangeführt werden. Eine dieser erfahrenen Kräfte wird der jetzige Trainer Dennis Lößel sein, der dem Verein die Treue hält und ab Sommer als Spieler unter Tesch weitermacht. „Das finde ich überragend“, betont Willhöft. Auf längere Sicht soll auch die „Erste“ von dem gewachsenen Unterbau im Verein profitieren. „Das letzte Eigengewächs, das es in die 1. Herren geschafft hat, war Tristan Koops (2014, die Red.)“, erinnert Willhöft „selbst wenn wir es nicht sofort schaffen, jemanden heranzuführen, dann vielleicht in drei, vier Jahren, wenn unsere jetzige, sehr starke C-Jugend soweit ist.“

Börnsen-Dassendorfer Wechselspiele

Mit dem Engagement bei der TuS-„Zweiten“ löst sich für Tesch auch ein familiärer Gegensatz in Wohlgefallen auf. „Im Prinzip habe ich ja als Börnsener in eine Dassendorfer Familie hineingeheiratet“, verrät er. Der Großvater seiner Frau Tina, Manfred Lemm, ist sogar Gründungsmitglied der TuS. Kein Wunder, dass Coach Tesch nun aus Sicht seiner Familie endlich beim richtigen Verein angekommen ist. Timo Meyer, Torwart der Dassendorfer „Zweiten“, geht derweil den entgegengesetzten Weg. „Er wird sich unserem geliebten Nachbarverein in Kröppelshagen-West anschließen“, bedauert Willhöft.