Neues von der Platte

Aumühler Heimspiel beim 23:17-Erfolg in Geesthacht

Von Klasse-Keepern und Auswärts-Heimspielen handelt unsere Handball-Kolumne Neues von der Platte

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Foto: Daniel Reichstaller

70 Aumühler Fans machten das Regionsliga-Derby zu einem Heimspiel für den TuS. Der Held des Tages war Aumühles Torhüter.

Keeper hält 63 Prozent: Tim Aldenhövel kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. „Das war eine der besten Leistungen meiner Mannschaft, die sie jemals gezeigt hat“, lobte der Trainer des TuS Aumühle-Wohltorf II sein Team nach dem Derby in der Regionsliga beim VfL Geesthacht. Dabei erinnerte seine Mannschaft eher an einen bunt zusammengewürfelten Haufen. Da gleich vier Spieler aus der Stammformation passen mussten, weitere angeschlagen waren, standen in Geesthacht Akteure aus drei Herrenteams sowie der A-Jugend auf der Platte. 70 lautstarke Aumühler Handballfans, darunter auch zahlreiche TuS-Fußballer, machten die Partie dann zu einem Heimspiel.

„Unser Angriff war einfach zu schwach“

Nur einmal, als Cornelius Dürkop zum 1:0 traf (2.), lag der VfL in eigener Halle vorn. Über weite Strecken aber bestimmten die Aumühler das Geschehen. Spätestens mit dem Tor zum 18:11 (47.) durch Alexander Ziehm, war die Partie entschieden. Die Gäste siegten schließlich mit 23:17 (12:9). Eine überragende Vorstellung bot Till Kretzschmar. Der Aumühler Torhüter wehrte 63 Prozent aller Bälle ab, die auf sein Gehäuse flogen – eine überragende Quote. Kein Wunder also, dass VfL-Trainer Tommy Huckstorf zu der Erkenntnis kam: „Unser Angriff war heute einfach zu schwach.“
Der erste Sieg: Ihren ersten Saisonsieg feierten die Männer der vor der Saison gegründeten HSG 404. Das Team aus Schwarzenbek und Hahnheide gewann das Regionsligaduell gegen die SG Glinde/Reinbek mit 30:23 (17:11). „Unsere Fans haben uns zum Sieg getrommelt“, freute sich Trainer Marcel Pruss. Garant für den Erfolg war 404-Keeper Sascha Maiberger. Durch den Sieg bekommt das Tabellenschlusslicht nun frischen Wind im Abstiegskampf. „Wir glauben an uns“, betonte Coach Pruss mit Nachdruck.
Offensive Deckung bringt den Erfolg: Bis zur 26. Minute lief es nicht bei der Lauenburger SV. Die Elbestädter konnten das Team des SV Wahlstedt (12:12) einfach nicht abschütteln. Was also tun? Trainer Carmelo Hadeler stellte von einer 6:0- auf eine 5:1-Deckung um. Dieser Schachzug leitete die Wende ein. Philip Grothkopf spielte auf der vorgezogenen Position, und der achtfache Torschütze machte seine Sache richtig gut. Die LSV konnte einen Gegenstoß nach dem nächsten fahren. Gerade einmal neun Spielminuten brauchte die LSV, um sich auf 20:12 abzusetzen (35.). Endstand 27:19 (16:12).

Viele Gerüchte – keines stimmt!

Noch keine Entscheidung ist gefallen, wer zur kommenden Saison Nachfolger von Hadeler wird. „Es gibt viele Gerüchte, aber keines stimmt. Mit der Mannschaft ist auch noch nicht gesprochen worden“, sagte der scheidende Coach.
Abstiegskandidaten punkten: Neue Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Landesliga der Frauen gibt für die beiden Teams aus dem Verbreitungsgebiet. Während Schlusslicht HSG 404 beim Tabellenvierten SG Kiel-Nord zu einem überraschenden 27:27 kam, besiegte der Vorletzte, die SG Glinde/Reinbek, den VfL Bad Schwartau mit 21:18. Drei Minuten vor dem Abpfiff hatte das Spiel der Stormarnerinnen noch auf des Messers Schneide gestanden (19:18). Dann aber machten Claudia Riecke per Siebenmeter sowie Anja Schüler alles klar.