TuS Dassendorf

TuS Dassendorf besser als die Ergebnisse

Von hinten lauert die Gefahr: Dassendorfs Henrik Dettmann sieht Marc Hornschuh (FC St. Pauli II) nicht kommen.

Von hinten lauert die Gefahr: Dassendorfs Henrik Dettmann sieht Marc Hornschuh (FC St. Pauli II) nicht kommen.

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Jeweils 2:4 gegen St. Pauli und den HSC Hannover sowie ein 1:1 in Norderstedt – die TuS Dassendorf hat gegen drei Regionalligisten getestet.

Dassendorf. Als der eingewechselte Muizz Saqib kurz vor dem Abpfiff des Testspiels beim FC St. Pauli II eine weitere Riesenmöglichkeit für die TuS Dassendorf ausließ, herrschte bei den Verantwortlichen des Fußball-Oberligisten kollektives Kopfschütteln. Nicht weniger als vier 100-prozentige Gelegenheiten vergab der Hamburger Pokalsieger im zweiten Durchgang gegen den klassenhöheren Rivalen, bei dem in Marc Hornschuh, Ersin Zehir und Jakub Bednarczyk drei aussortierte Profis aus dem Zweitliga-Kader mitwirkten. Der Chancenwucher gepaart mit Nachlässigkeiten in der Defensive wurde der TuS zum Verhängnis. Sie unterlag vor 20 Zuschauern auf dem Kunstrasen des Nachwuchsleistungszentrums von St. Pauli am Brummerskamp mit 2:4.

„Wir waren besser als es das Ergebnis aussagt“, sagte Coach Jean-Pierre Richter. Selbiges war bereits in der Vorwoche der Fall, als Dassendorf gegen den im Winter mit drei Top-Zugängen verstärkten Regionalligisten HSC Hannover ebenfalls mit 2:4 verloren hatte. Gegen Eintracht Norderstedt schließlich, den Pokal-Endspielgegner vom vergangenen Sommer, spielte das Richter-Team gestern dann 1:1. Sven Möller war dabei für die TuS erfolgreich (11.), der Ex-Oher Johann von Knebel glich aus (83.).

Hoffnung für eine erfolgreiche Rückrunde

Die Vergleiche mit den Viertligisten dürfen Dassendorf also Hoffnung auf eine erfolgreiche Restrunde machen, die in zwei Wochen mit dem Derby gegen den SV Curslack-Neuengamme beginnt. „Wir sind auf Stand, was die Physis angeht. Jetzt müssen Kreativität und Spritzigkeit kommen“, sagte Richter.

Der Coach gab in den Testspielen allen Akteuren aus dem 20 Mann großen Aufgebot Einsatzminuten. Die Winterzugänge Martin Schauer (Lüneburger SK) und Max Rosseburg (Meiendorfer SV) zeigten dabei, „dass sie uns verstärken können“, wie der Trainer meinte. Kandidaten für einen Startelf-Einsatz gegen den SVCN sind sie aber wohl noch nicht.

Verpflichtung von Sinisa Veselinovic geplatzt

„Neue Spieler zu integrieren geht nicht so schnell“, erklärte Richter, der gerne noch einen Angreifer verpflichtet hätte – zum Beispiel Sinisa Veselinovic. „Wir haben uns mit ihm beschäftigt“, verriet der Coach. Aber der aus Bergedorf stammende Stürmer entschied sich für einen Wechsel vom insolventen Nordost-Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt zu Teutonia 05. So geht die TuS mit Mattia Maggio, Pascal Nägele, Kristof Kurczynski und Marcel von Walsleben-Schied als Angreifern in die verbleibenden Spiele.

Schied brachte die TuS bei St. Pauli in Front (16.). Der Kiezclub konnte durch Zehir ausgleichen (18.) – der Halbzeitstand. Nach der Pause brachte der von Bayern München II ausgeliehene Maximilian Franke die Gastgeber in Führung (49.), die Maximilian Dittrich umgehend egalisierte (54.). Hernach vergab Dassendorf allerbeste Chancen, während St. Pauli durch Velj Sulejmani (77.) und erneut Franke (86.) noch zweimal traf.