Volleyball

Ostbek Pirates zurück ins zweite Glied?

Oststeinbeks Jonas Wolff (links) beim Versuch, den Eimsbütteler Block mit  Georg Wegner (M.) und Marcel Voigt zu überwinden.

Oststeinbeks Jonas Wolff (links) beim Versuch, den Eimsbütteler Block mit Georg Wegner (M.) und Marcel Voigt zu überwinden.

Foto: Olaf Damm / Damm Pictures

Bei den Volleyballern des Oststeinbeker SV ist einiges in Bewegung. So planen die Cowboys ein überregionales Comeback.

Oststeinbek. Dass die Ostbek Pirates zum zweiten Mal in Folge absteigen könnten, ist bei den Volleyballern des Oststeinbeker SV auch nach der 2:3-Niederlage im Abstiegsduell bei Grün-Weiß Eimsbüttel noch nicht vollends angekommen. „Ja, wir sind im Abstiegskampf, aber uns trennt auch nur ein Sieg vom vierten Platz“, sagt etwa OSV-Kapitän Jannis Lange. Die Anmerkung ist zwar richtig, doch Fakt ist auch, dass der Vorsprung der Oststeinbeker auf das Regionalliga-Schlusslicht aus Eimsbüttel, das eine Partie weniger ausgetragen hat, jetzt nur noch zwei Punkte beträgt. Zumal auch der vorletzte Platz nicht zwingend zum Klassenerhalt reicht.

„Wenn wir fit sind, können wir auch mehr Spiele gewinnen“, ist auch so ein Satz von Lange. Doch wo soll die Fitness bis zum Saisonfinale Ende März herkommen, bei der aufgrund von Verletzungen und Krankheiten mageren Trainingsbeteiligung? Zumal die Pirates ein schweres Restprogramm haben und noch gegen die drei erstplatzierten Mannschaften ran müssen. „Es ist nicht davon auszugehen, dass sie da etwas holen. Und dann müssten sie die beiden anderen Spiele schon gewinnen“, weiß Abteilungsleiter Jan Schneider. Bislang haben die Pirates erst drei Siege auf dem Konto.

Auf den Aufstieg stets verzichtet

Doch was geschieht im Abstiegsfall? Derzeit deutet vieles auf eine erneute Änderung in der Rangordnung innerhalb des Vereins hin: Die Ostbek Cowboys planen ihr überregionales Comeback. In den vergangenen Jahren hatte die zweite OSV-Mannschaft trotz errungener Verbandsliga-Meisterschaft stets auf den Regionalliga-Aufstieg verzichtet.

Zuletzt zugunsten der Pirates. Nun wollen es die „alten Hasen“ (Durchschnittsalter Mitte 40), denen der erneute Verbandsliga-Titel kaum zu nehmen ist, noch einmal wissen. „Entweder jetzt oder gar nicht mehr“, beschreibt Schneider die Stimmung im Team, das im Kern in dieser Besetzung 2002 in die 2. Bundesliga aufgestiegen war und überregional für Furore sorgte.

Zwei Jahre in der 1. Liga

Für zwei Jahre spielten die Cowboys sogar in der 1. Liga. 2008 folgte dann aus finanziellen Gründen der Rückzug in die dritthöchste Spielklasse. Die Cowboys lösten sich auf und gründeten sich erst 2014 wieder. Die Ostbek Pirates wurden damals von der zweiten zur ersten Mannschaft.

Zehn Jahre hielten sich die „Piraten“ in der 3. Liga. Nun droht ihnen der Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Im Abstiegsduell bei Grün-Weiß Eimsbüttel zeigten sie erst Gegenwehr, als die Partie fast schon verloren war. Mit 21:25, 23:25 und 13:16 lag der OSV an der Hagenbeckstraße bereits zurück. Über zweimal 26:24 retteten sich die Oststeinbeker in den Tiebreak, was ihnen zumindest einen Punkt einbrachte. „Doch leider haben wir uns nicht belohnt. Das war auch eine Frage der fehlenden Kraft“, resümierte Trainer Björn Domroese nach dem 9:15 im letzten Durchgang.

Eigenen Verein gründen

Gelingt der Klassenerhalt nicht, würden die Cowboys den Platz einnehmen und die Pirates mit eigenen Jugendspielern den Unterbau in der Verbandsliga bilden. Dass der aktuelle Pirates-Kader zusammenbleibt, ist aber nur beim Klassenerhalt in der Regionalliga denkbar. Da aber zwei Teams eines Vereins nicht gleichzeitig in der 4. Liga spielen dürfen, müsste die jetzige „Zweite“ einen eigenen Verein gründen, um den Startplatz wahrnehmen zu können. Dieser Aufwand wäre es den Ostbek Cowboys wert.