Fussball-Oberliga

Christian Woike neuer Trainer in Curslack

Stand fünf Jahre beim SC Condor an der Seitenlinie: Christian Woike

Stand fünf Jahre beim SC Condor an der Seitenlinie: Christian Woike

Foto: Hanno Bode

Der Ex-Coach des SC Condor soll den Absturz des SV Curslack-Neuengamme in die Landesliga verhindern.

Curslack. Christian Woike soll den SV Curslack-Neuengamme vor dem Sturz in die Fußball-Landesliga retten. Wie der abstiegsgefährdete Oberligist mitteilte, tritt der 41-Jährige die Nachfolge von Matthias Wulff an, von dem sich der SVCN nach eineinhalbjähriger Zusammenarbeit am 19. Dezember getrennt hatte. Über die Vertragsdauer machte der Club keine Angaben. „Wir sind uns sicher, dass Christian der richtige Mann ist, um die Impulse zu setzen, dass wir den Klassenerhalt schaffen“, sagte Curslacks Manager Oliver Schubert.

„Es ist eine sehr ambitionierte Aufgabe. Wir haben nur noch 13 Spiele Zeit, das bisherige Abschneiden zu korrigieren“, sagte Woike und kündigte an: „Wir werden in jedem Spiel um drei Punkte kämpfen und dafür hart arbeiten.“ Seinem Vorgänger Wulff war die schwache Punkteausbeute zum Verhängnis geworden. Auch sein Assistent Daniel Grosse wurde entlassen. Der zweite Co-Trainer Ingo Carstensen und Torwart-Trainer Sven Eggers bleiben hingegen an Bord. Die Vierländer holten lediglich 19 Zähler aus 21 Partien und belegen Rang 14.

Oberliga-erfahrener Coach

Mit Woike übernimmt ein oberligaerfahrener Coach am Gramkowweg das Zepter. Der in Niendorf wohnhafte Übungsleiter betreute von 2013 bis 2018 den im vergangenen Sommer in die Landesliga abgestiegenen SC Condor. Danach pausierte der in leitender Funktion bei einer großen Krankenkasse tätige 41-Jährige. Unter der Regie des früheren Angreifers zogen die Farmsener zweimal ins Oddset-Pokalfinale ein, verloren allerdings jeweils. Als Spieler gewann Woike den Hamburger Verbandspokal 2002 mit dem USC Paloma und durfte sich anschließend auf großer Bühne im DFB-Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern (0:5) beweisen.

Woike war bereits 2018 am Alten Bahnhof als Nachfolger von SVCN-Langzeittrainer Torsten Henke im Gespräch. Dessen Erbe sollte von Beginn an zwar Wulff antreten. Doch der 37-Jährige zögerte, weil er schwer abschätzen konnte, ob er den Aufwand als Oberliga-Trainer mit Beruf und Familie bewältigen würde können. Letztlich trat er den Posten unterstützt von den Co-Trainern Grosse und Marco Wyrwinski an.

Wieder ein Neuanfang

Rund 18 Monate nach dem Ende der 16-jährigen Henke-Ära gibt es nun den nächsten Neuanfang am Gramkowweg. „Für jeden Spieler geht es jetzt wieder bei Null los“, sagte Schubert, der bis zum Restrundenstart eventuell noch „zwei, drei Spieler“ verpflichten will. Der noch von Wulff für den 11. Januar angesetzte Trainingsstart wurde um zwei Tage nach hinten verschoben.