TTK Sachsenwald

Die Könige des Spektakels laden ein zum Super-Sonnabend

TTK-Stürmer Justus Utasch kommt zum Abschluss, kann Braunschweigs Schlussmann Philipp Teichert aber nicht überwinden.

TTK-Stürmer Justus Utasch kommt zum Abschluss, kann Braunschweigs Schlussmann Philipp Teichert aber nicht überwinden.

Foto: Volker Koch / BGZ -Volker Koch

Spitzenspiel und Weihnachtsfeier an einem Tag warten auf die Hockey-Herren des TTK Sachsenwald, dem Tabellenführer der 2. Bundesliga.

Wohltorf. Den Hockey-Herren des TTK Sachsenwald steht ein Super-Sonnabend ins Haus. Mit zwei Heimsiegen gegen den DHC Hannover (14:8) und den Braunschweiger THC (6:5) sind sie an die Tabellenspitze der 2. Hallenhockey-Bundesliga gestürmt, weil Konkurrent Rahlstedter HTC nach 2:0-Führung noch mit 4:6 in Hannover verlor. „Wir wollten sie unter Druck setzen. Das ist gelungen“, freut sich TTK-Coach Lutz Reiher.

Lieber hübsch machen als anfeuern

Am Sonnabend geht es nun zum direkten Duell beim Tabellenzweiten Rahlstedt in die Sporthalle Wandsbek (16 Uhr). Anschließend folgt die gemeinsame Weihnachtsfeier von Hockey- und Tennisabteilung des TTK Sachsenwald. „Auf die Unterstützung der 1. Damen dürfen die „Tontauben“ in Wandsbek daher wohl auch nicht hoffen. „Das Spiel ist ein bisschen spät“, schmunzelt Damen-Spielerin Sophia Magura, „das kollidiert dann schon mit dem Sich-schick- Machen für die Weihnachtsfeier.“

Dass die TTK-Frauen in der Oberliga – um im Bild zu bleiben – gut aussehen, haben sie dem 4:3-Erfolg beim TTK Rissen zu verdanken, zu dem Magura drei Treffer beisteuerte. Da machte es dann auch nichts, dass nun das Heimspiel gegen den Tabellenführer Harvestehuder THC II mit 4:5 verloren ging. „Das war ohnehin ein Bonusspiel für uns“, ordnet Magura das Ergebnis ein, „bei den zweiten Mannschaften der großen Hamburger Traditionsvereine laufen oft Spielerinnen auf, die im Feld in der Bundesliga spielen.“ So reichten zwei Treffer von Anna Hartmann sowie jeweils ein Tor von Katharina Tiedtke und Josephine Brettschneider am Ende nicht, um gegen den HTHC II etwas mitzunehmen.

Der Trainer wird als Spieler gebraucht

Am 12. Januar geht es für die „Tontäubchen“ nun – wieder so ein „Bonusspiel“ – zum Club an der Alster II. Jedenfalls theoretisch. „Wir sind dabei, das Spiel zu verlegen“, betont Reiher. Denn TTK-Damen-Trainer Ricardo Nevado wird gleichzeitig als Verteidiger der 1. Herren gebraucht, die zeitgleich beim DHC Hannover antreten.

Und das dürfte ein Spektakel werden, nimmt man das turbulente Hinspiel zum Maßstab. Wie wichtig Nevado für die „Tontauben“ ist, stellte er dabei unter Beweis. Der Hallen-Europameister von 2014 steuerte vier Treffer zum 14:8-Erfolg gegen Hannover bei. Die übrigen TTK-Tore erzielten Finn Dabelstein (3), Joaquim Audran und Linus Nehls (je 2) sowie Vincent Kock, Klaas Hilmer und Matthias Münch (je 1). „Chapeau an beide Mannschaften. Beide haben volles Mett geboten, sind ständig vorne drauf gegangen und haben für ein geiles Spiel gesorgt“, lobte Reiher nach der Torflut.

„Wir pfeifen alle aus dem letzten Loch“

Da ahnte er noch nicht, dass es am Tag darauf noch spektakulärer werden sollte. Zwei Minuten vor Schluss lagen die Wohltorfer gegen den Braunschweiger THC mit 4:5 hinten, waren ein ums andere Mal an Gäste-Keeper Philipp Teichert gescheitert. Reiher nahm Schlussmann Malte Kamelade für einen sechsten Feldspieler raus. Das Risiko wurde belohnt. Nevado und Dabelstein, die beide je dreimal trafen, drehten die Partie zum 6:5-Erfolg.

Doch das hatte Nerven gekostet. „Meine Spieler pfeifen alle aus dem letzten Loch – ich auch!“, erkannte Reiher und gab seiner Mannschaft für den heutigen Dienstag kurzerhand trainingsfrei. Rahlstedt hin oder her, es müssen Kräfte gesammelt werden für den nächsten großen Auftritt der Könige des Spektakels.