Basketball

TSG Bergedorf bezwingt die Riesen der Liga mit 91:73

TSG-Spielmacher Max Hilger (am Ball) ist von Lennart Sommerhage nicht uzu halten.

TSG-Spielmacher Max Hilger (am Ball) ist von Lennart Sommerhage nicht uzu halten.

Foto: Thomas Rokos

Ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt gelang den 1. Regionalliga-Basketballern der TSG Bergediorf durch das 91:73 gegen Bramsche.

Neuallermöhe. Jetzt war die ganze Frau gefragt! Nachdem Aleksandar Postic einen von insgesamt 15 Bergedorfer Dreiern versenkt hatte, lagen die Basketballer des TuS Bramsche zu Beginn des letzten Viertels im Kellerduell der 1. Regionalliga mit 56:66 im Hintertreffen. Allerhöchste Zeit für Johanna, Karla und Janina, auf der Zuschauertribüne aktiv zu werden. Die drei jungen Damen wickelten ein behelfsmäßig aus einer Edeka-Papiertüte gebasteltes Anfeuerungsplakat mit der Aufschrift „Let’s go, Bramsche!“ aus und gaben alles, um ihr Team zu unterstützen. Vergeblich! Nicht nur gegen die überragende Dreierquote der TSG Bergedorf war an diesem Sonnabend in Neuallermöhe kein Kraut gewachsen, auch die zahllosen Schnellangriffe der Gastgeber raubten den „Red Devils“ aus Niedersachsen den Nerv. So mussten sich Johanna, Karla und Janina, die den Tag auf dem Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg verbracht hatten, damit abfinden, dass die abendliche Bescherung ausfiel. Mit einem 91:73-Erfolg zogen die Bergedorfer in der Tabelle an Bramsche vorbei auf Platz acht und machten einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt. Damit war die abendliche Weihnachtsfeier der TSG auf der Schanze gerettet.

Ein Albtraum von einem Gegenspieler

Vor allem einer bekam hinterher das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht: Joscha Kolnisko. Der 2,01-Meter-Hüne hatte den undankbarsten Job von allen mit Bravour bewältigt. Er musste als Center den besten „Big Man“ der Liga verteidigen. Der 36-jährige Kroate Aleksandar Cuic ist nicht nur immens erfahren und noch einmal sieben Zentimeter größer als Kolnisko, sondern er verfügt vor allem über die Wucht seiner muskulösen 125 Kilogramm Körpergewicht, an denen er alles und jeden abprallen lässt. Ein wahrer Albtraum von einem Gegenspieler. „So einen kannst du gar nicht allein verteidigen“, betonte Kolnisko, „du musst den Pass zu ihm schwer machen, und sobald er den Ball trotzdem hat, muss ein Zweiter hinzukommen.“ Das gelang den Bergedorfern mit zunehmendem Verlauf des Spiels immer besser, und genau das war der Schlüssel zum Sieg.

Am 11. Januar gegen Rendsburg

So können die Bergedorfer beruhigt in die Weihnachtspause gehen, bevor dann am 11. Januar das nächste Kellerduell ansteht, wenn der Tabellenvorletzte Rendsburg Twisters nach Neuallermöhe kommt (18 Uhr, Walter-Rothenburg-Weg).