Tischtennis

TSV Schwarzenbek im Abstiegskampf obenauf

Zunge raus für die Angabe: Schwarzenbeks Moritz Spreckelsen.

Zunge raus für die Angabe: Schwarzenbeks Moritz Spreckelsen.

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Die Tischtennisspieler des TSV Schwarzenbek gewinnen das Duell gegen den SV Siek vor 141 Zuschauern.

Schwarzenbek. Kämpfen können die Tischtennisspieler des TSV Schwarzenbek. Bestes Beispiel dafür war Daniel Kleinert. Im Derby der 3. Bundesliga gegen den SV Siek (Kreis Stormarn) lag er im Duell der beiden Spitzenspieler gegen Adrian Wiecek schon mit 0:2-Sätzen zurück und bekam dabei kein Bein auf den Boden. Doch dann stellte der Abwehrspezialist seine Spielweise um und ging vor 141 Zuschauern selbst zur Attacke über. Bis der verdutzte Wiecek kapiert hatte, was vor sich geht, hatte Kleinert bereits in fünf Sätzen gewonnen.

Doch nicht nur das. Im Abstiegsduell gingen alle vier Fünf-Satz-Partien des Tages an die Hausherren – der Schlüssel zum 6:2-Erfolg, durch den die Schwarzenbeker auf einem Nicht-Abstiegsplatz überwintern. „Diese Mannnschaft versucht in jedem Spiel alles zu geben“, lobte Trainer Mirsad Fazlic, das Team zu dem mit den Zwillingen Frederik und Moritz Spreckelsen sowie Sören Wegner drei TSV-Eigengewächse gehören.

Interne Probleme

Ganz anders war die Stimmungslage bei den Gästen. „Man hört da von internen Problemen“, berichtete Fazlic. Bestes Beispiel dafür: Sieks Teammanager Klaus Bergmann warf Wiecek nach der Pleite gegen Kleinert eine „überhebliche Spielweise“ vor. Zudem mussten die Stormarner mit Tom Hansen auf einen Ersatzmann aus der fünf Klassen tiefer spielenden „Dritten“ zurückgreifen, weil aus der „Zweiten“ (Oberliga-Spitzenreiter) keiner aushelfen konnte oder wollte. „Ich habe auf der Weihnachtsfeier meiner Firma erfahren, dass ich spielen soll“, sagte Hansen.

Das war gut für den TSV. Obwohl er gegen Moritz Spreckelsen zwei Sätze gewonnen hat, ist Hansen in der 3. Liga nicht konkurrenzfähig. „Der Pole an Nummer eins aus deren Oberliga-Team schon“, ergänzte Fazlic. Dass der Sieg mit 6:2 so deutlich ausfiel, lag am diesmal überzeugenden Daniel Kleinert, der wie Frederik Spreckelsen beide Einzel gewann. Die übrigen Punkte steuerten Moritz Spreckelsen und Sören Wegner/Frederik Spreckelsen im Doppel bei.

Unter Zugzwang

Vor dem Derby war der TSV unter Zugzwang. Tags zuvor hatten die Europastädter nämlich das erste Abstiegsduell in der 3. Bundesliga beim TTC Ruhrstadt Herne mit 3:6 verloren. „Da wollten wir eigentlich einen Punkt holen“, betonte Fazlic. Doch in Herne gingen alle knappen Partien an die Gastgeber. Für den TSV punkteten Frederik und Moritz Spreckelsen im Einzel sowie Moritz im Doppel mit Kleinert.

Doch dank ihres guten Kampfgeistes und des besseren Spielverhältnisses überholten sie Herne schnell wieder und halten im Kampf um den Klassenerhalt nun alle Trümpfe in der Hand.