Kreisliga-Kolumne

Elfmeter halten anstatt Kaffee trinken

Voller Einsatz: Ilir Neziri (TSG, links) und Torben Kellinghusen kämpfen um den Ball.

Voller Einsatz: Ilir Neziri (TSG, links) und Torben Kellinghusen kämpfen um den Ball.

Foto: Volker Koch

TSG-Aushilfstorhüter Sebastian Kabke avancierte gegen den SVCN II zum Matchwinner – das ist ein Thema in unserer Kreisliga-Kolumne.

Starker Ersatz: Eigentlich war Sebastian Kabke während der Kreisliga-Fußballpartie der TSG Bergedorf gegen den SV Curslack-Neuengamme II zum Kaffeetrinken verabredet. Da die Bergedorfer aber keinen zweiten Torwart hatten, sprang Kabke ein. Doch anstatt einen ruhigen Nachmittag auf der Ersatzbank zu verbringen, musste der Stand-by-Keeper schon nach 19 Minuten die Handschuhe überstreifen. Der etatmäßige Schlussmann Aaron Bauer hatte sich am Knöchel verletzt. Und Kabke stand sofort im Mittelpunkt, hielt mehrfach überragend und am Ende sogar einen Foulelfmeter. „Der hat die Ruhe weg“, sagte TSG-Coach Sven Lemke nach dem 2:0-Erfolg.
Absteigender Ast: Wäre Dirk Moldenhauer, der Trainer des SV Curslack-Neuengamme II, Mitte Oktober nach einem Zwischenfazit gefragt worden, der Coach des Aufsteigers hätte nahezu euphorisch geantwortet. Doch ausgerechnet nach dem Überraschungssieg gegen Atlantik ging es bergab, kamen in acht Spielen nur noch vier Punkte hinzu. „Seitdem ist der Wurm drin“, sagt Coach Moldenhauer.
Rollentausch: Der Düneberger SV II hat seit Wochen mit Personalproblemen zu kämpfen. So groß, wie vor dem Auswärtsspiel beim MSV Hamburg II, waren die Sorgen aber noch nicht. Der DSV konnte einzig zu elft antreten, weil der am Arm verletzte Torwart Matthias Risch im Feld spielte und der angeschlagene Feldspieler Tobias Harnisch zwischen den Pfosten stand. „Das hatte er noch nie gemacht, und wird er auch nie wieder machen“, sagte Trainer Carsten Schruhl nach der 2:5-Niederlage.
Höhenluft: Nicht Hamwarde, Atlantik oder Altengamme II, sondern die „Zweite“ des SC Wentorf könnte in der K3 auf dem ersten Platz überwintern. Einzige Voraussetzung nach dem 3:1 beim SCVM III: Die Wentorfer müssten das Nachholspiel bei Börnsen II (Sonnabend, 12.45 Uhr) gewinnen, um den aktuellen Ersten aus Hamwarde zu überholen. „Zweieinhalb Monate auf Platz eins zu stehen (so lange dauert die Winterpause, die Red.) wäre ein toller Nebeneffekt, aufsteigen wollen wir aber gar nicht“, sagt Trainer Andreas Weng. Auch SVB-Coach Christian Somann hat was dagegen: „Reinbek-Süd (Wentorf, die Red.) möchte man nicht an der Tabellenspitze sehen.“
Zwischenspurt: Die Siege gegen den FC Bergedorf (4:2) und jetzt beim TuS Aumühle-Wohltorf (2:0) waren für den ETSV Hamburg II „überlebensnotwendig“ (Trainer Roy Laudi). Der Aufsteiger überwintert jetzt über dem Strich, während die Aumühler nach ihrer Aufholjagd wieder an Boden verloren. Der ETSV auf dem letzten Nicht-Abstiegsplatz ist vier Zähler weg. Entsprechend angefressen waren die Aumühler. Trainer Rainer Kucera und ein Ersatzspieler sahen Rot, ein TuS-Feldspieler zudem Gelb-Rot.
Sonderbewacher: In der ersten Hälfte liefen fast alle Angriffe der TuS Dassendorf II über die Daniel Otremba. Beide Tore zur 2:0-Pausenführung bei der TSV Reinbek leitete der schnelle Stürmer ein. Dann stellte TSV-Coach Rüdiger Neuhaus „Takka“ mit Tobias Wachsmuth einen schnellen Sonderbewacher zur Seite und das Blatt wendete sich – Endstand 3:2 für die TSV.