Handball

TuS Aumühle-Wohltorf verliert Spitzenspiel

Aumühles Christoph Schlüter (links) kann dem Wurf von Oke Kruse nur hinterherschauen. TuS-Keeper Maxim Leon Riedesser reißt derweil sein rechtes Bein hoch.

Aumühles Christoph Schlüter (links) kann dem Wurf von Oke Kruse nur hinterherschauen. TuS-Keeper Maxim Leon Riedesser reißt derweil sein rechtes Bein hoch.

Foto: Hanno Bode

Den Aumühler Handballern fehlte im Abschluss die Präzision. Sie unterlagen dem HC Treia/Jübek 25:27.

Aumühle. Die Handballer des TuS Aumühle-Wohltorf sind in der Schlussphase des Spitzenspiels der Schleswig-Holstein-Liga gegen den HC Treia/Jübek mit 23:25 ins Hintertreffen geraten. Sechs Minuten vor Ultimo hat Fabio Dehling nun per Siebenmeter die Chance, zu verkürzen. Aus den Boxen der Heinrich-Willers-Halle erklingt der Hit „Heart of Courage“ von Two Steps from Hell. Ein „tapferes Herz“, wie der Titel auf Deutsch übersetzt heißt, brauchen anschließend auch Dehling und seine Teamkameraden. Denn der Aumühler scheitert mit dem Strafwurf an Keeper Nils Klopfer. Kurz darauf bringt Florian Ilgner die Gäste mit 26:23 in Front (55.) und sorgt damit für die Vorentscheidung.

Coach fordert Tempo

Am Ende gewinnen die Jübeker die Partie in Aumühle mit 27:25. Es waren Nuancen, die das Duell beider Clubs letztlich entschieden. Wie eben jener vergebene Siebenmeter von Dehling, der irgendwie sinnbildlich für die unglückliche Offensivleistung des TuS stand. Denn im Abschluss fehlte den Hausherren im „Fuchsbau“ zu häufig die Präzision. Allerdings vermochte es die Mannschaft von Spielertrainer Arne Schneider auch zu selten, sich in wirklich gute Wurfpositionen zu bringen.

„Tempo“, forderte Schneider mehrfach. Aber im Positionsangriff blieb vieles Stückwerk. Jübeks Nummer eins Luka Hansen zeigte sich zudem in sehr guter Verfassung und entschied das Torwart-Duell mit dem keineswegs enttäuschenden Aumühler Schlussmann Maxim Leon Riedesser knapp für sich.

Neuzugang aus Fischbek

Trotz der beschriebenen Defizite hätte der TuS, bei dem der jüngst vom Oberligisten TV Fischbek verpflichtete Kreisläufer Jonas Deelmann sein Debüt feierte, die Partie gewinnen können. Denn nach schwachem Start und zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückständen (7:10 und 9:12) wusste sich die Schneider-Equipe zu steigern. Sie hatte ihre beste Phase in den Schlussminuten des ersten Abschnitts. Endlich einmal wurde flüssig kombiniert und präzise abgeschlossen. Zur Halbzeit führten die „Füchse“ mit 15:14.

Nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Teams ein zunehmend kampfbetonteres Duell auf Augenhöhe. Aumühle konnte allerdings nur noch einmal in Führung gehen – Timo Kretzschmar traf zum 22:21 (47.). Hernach ließ der TuS vorne einfach zu viele Chancen aus. Als Oke Kruse die Gäste in Unterzahl mit 25:23 in Front brachte (52.), nahm das Unheil für die „Füchse“ seinen Lauf. Dehlings verworfener Siebenmeter war dann endgültig der Genickbruch.
TuS-Tore: Timo Kretzschmar (5), Arne Schneider, Eric Schlüter (je 4), Fabio Dehling, Christoph Schlüter, Pascal Samulowski (je 3), Jonas Deelmann, Erik Hahn, Malte Kopp (je 1).