FUSSBALL

„Weltklasse!“ – Düneberger SV besiegt ASV Hamburg

Die Entscheidung: Ahmad Hafiz trifft zum 3:1 für den DSV. ASV-Torhüter Shahin Ahmadi ist chancenlos.

Die Entscheidung: Ahmad Hafiz trifft zum 3:1 für den DSV. ASV-Torhüter Shahin Ahmadi ist chancenlos.

Foto: Hanno Bode

Der Düneberger SV hat ein Lebenszeichen im Abstiegskampf gesendet und den ASV 3:1 besiegt. Es ist die passende Antwort auf das 1:4 gegen Berne.

Düneberg. Aron Pauels war außer sich vor Freude. Nachdem Teamkamerad Ahmad Hafiz in der 89. Minute der Partie gegen den ASV Hamburg das 3:1 für die Fußballer des Düneberger SV erzielt hatte, rannte der Verteidiger mit geballten Fäusten auf Coach Dennis Tornieporth zu und fiel ihm um den Hals. Dann dichtete der 21-Jährige kurzerhand eine Zeile zum Refrain des DSV-Torlieds „Es rappelt im Karton“ des Pop-Duos Pixie Paris dazu: „Bumm, Bumm, Bumm“, platzte es mehrmals aus Pauels heraus. Kurz darauf war eine der größten Überraschungen der bisherigen Landesliga-Serie perfekt: Der Tabellenvorletzte hatte den Zweiten 3:1 geschlagen.

„Das habt ihr überragend gemacht“

„Das habt ihr überragend gemacht – Weltklasse“, lobte Tornieporth seine Kicker im Mannschaftskreis, bevor diese tanzend zu singen begannen: „Landesliga, olé, olé.“ Es war die Reaktion einer Mannschaft, der ihr Trainer vor einer Woche nach dem 1:4-Debakel im Kellerduell gegen Berne noch die Tauglichkeit für die sechste Spielklasse („Hat mit Landesliga nichts zu tun“) abgesprochen hatte und die Flinte öffentlich schon ins Korn warf: „Es gilt, sich ordentlich zu verabschieden.“

Da hatte der Ex-Profi offenbar die Rechnung ohne seine vielleicht in ihrem Stolz gekränkten Jungs gemacht. Denn die stemmten sich nach recht ereignisloser erster Hälfte, in der die Gäste nach einem Eckstoß durch Nazar Masharqi in Front gingen (9.), nach der Halbzeit beeindruckend gegen die drohende Pleite. Bereits vor dem Ausgleich durch einen Flachschuss von „Joker“ Moyed Elghrari (60.) hatten die Hausherren mehrfach das 1:1 auf dem Fuß gehabt.

Zwei Platzverweise gegen den ASV

Hernach begannen sie erst so richtig an die Sensation zu glauben und hatten zudem Fortune, dass sich der ASV durch eine Gelb-Rote Karte gegen Deniz Herber und Rot gegen Alesson Fernandes Arguelho (jeweils 71.) entscheidend selbst schwächte. Zwar besaß der Zweite in Unterzahl durch Vedat Barlak die Riesenchance zum 2:1 (78.), doch er vergab. Und im Gegenzug nahm sich Kevin Hoffmann aus 30 Metern ein Herz und traf in den rechten oberen Winkel (79.) – ein Traumtor. Nachdem Hafiz dann für die Entscheidung gesorgt und sich der tanzende Düneberger Menschenknäuel aufgelöst hatte, brachte es Pauels auf den Punkt: „So geht das!“
DSV: Kikillus; Pauels, Özcerkes, Siepelt; Hoffmann, Hafiz, Voigt, Faqiri, Tunc; Tol. Cosgun (58. Elghrari), Behrens.