Fußball-Kreisklasse

Wieder Angriff auf einen Schiedsrichter

Sinnbildlich zeigen wir derartigen Übeltätern die Rote Karte.

Sinnbildlich zeigen wir derartigen Übeltätern die Rote Karte.

Foto: Uwe Speck / WITTERS

Bei einem Spiel der Fußball-Kreisklasse ist ein Unparteiischer des SV Nettelnburg/Allermöhe von hinten niedergeschlagen worden.

Lohbrügge. Schlimmer Angriff auf einen Schiedsrichter in der Fußball-Kreisklasse: In der Partie des VfL Lohbrügge II gegen Einigkeit Wilhelmsburg II rastete ein Wilhelmsburger Spieler nach einer Gelb-Roten Karte gegen sich aus und schlug Referee Pascal Hennig (SV Nettelnburg/Allermöhe) zu Boden. Besonders niederträchtig: Der Angriff erfolgte von hinten. Der 23-jährige Unparteiische trug eine leichte Gehirnerschütterung davon. Die Begegnung wurde in der 70. Minute beim Stand von 2:1 für Lohbrügge abgebrochen.

Dabei hatte Hennig zuvor einen Freistoß für die seit der ersten Hälfte dezimierten Wilhelmsburger (Rot wegen groben Foulspiels) gepfiffen. Der Lohbrügger hatte für das vorangegangene Foul sogar die Gelbe Karte gesehen. Ein Gäste-Akteur schimpfte jedoch so vehement, dass der Referee ihn ebenfalls verwarnte. Beim Blick auf seine Notizen stellte Hennig fest, dass es schon die zweite Gelbe Karte für den Wilhelmsburger war – und zeigte Gelb-Rot.

„Lebenslang gesperrt“

Der Übeltäter machte zunächst Anstalten das Feld zu verlassen. Doch als der Referee sich dem Spielgeschehen zuwandte, kam der Einigkeit-Akteur angestürmt und schlug den Schiedsrichter nieder.

„Für mich gehören solche Personen lebenslang gesperrt“, fordert Pascal Hennig, der für einen kranken Kollegen eingesprungen war. Die Lust am Pfeifen will er sich der Nettelnburger jedoch nicht nehmen lassen.