Düneberger SV

Düneberger Dösigkeit: War’s das schon mit der Landesliga?

Dünebergs Kapitän Joscha Behrens (Mitte) verliert das Kopfballduell mit Josiah-Frimpong Basoah. Rechts: Tolga Cosgun.

Dünebergs Kapitän Joscha Behrens (Mitte) verliert das Kopfballduell mit Josiah-Frimpong Basoah. Rechts: Tolga Cosgun.

Foto: Hanno Bode

Nach dem 1:4 im Kellerduell gegen den TuS Berne hat Düneberger SV im Landesliga-Abstiegskampf resigniert. Dabei sind nur vier Punkte aufzuholen.

Düneberg. Der bei den Landesliga-Fußballern des Düneberger SV nach Spielende obligatorische Mannschaftskreis hatte sich im Anschluss an das Kellerduell mit dem TuS Berne rasch aufgelöst. Die DSV-Kicker hatten noch nicht einmal Zeit, sich Arm in Arm hinzustellen, so schnell war die Ansprache von Coach Dennis Tornieporth bereits beendet. Während der Ex-Profi nun mit den Akteuren in Richtung Kabine schlich, kehrte Co-Trainer Jörn Basenau noch einmal zur Auswechselbank zurück, um einige dort liegen gebliebene Sachen zu holen. Er murmelte dabei Worte vor sich hin, die die Düneberger Gefühlslage nach der 1:4-Pleite perfekt ausdrückten: „Das war es dann wohl.“

Vier Punkte zum rettenden Ufer

Zwar ist das rettende Ufer für die Tornieporth-Schützlinge auch nach der zwölften Saisonniederlage noch ohne Fernglas zu sehen. Doch der Übungsleiter gab sich in Anbetracht des ab der 25. Minute leidenschaftslosen und fußballerisch mangelbehafteten Auftritts seines Teams keinen Illusionen mehr hin, den vier Punkte Rückstand noch aufholen zu können. „Wir brauchen uns mit der Planung für die Landesliga nicht mehr zu befassen für die Planung, sondern können uns auf die Bezirksliga konzentrieren – das muss man ganz klar sagen. Das war heute der Genickbruch. Jetzt heißt es, sich ordentlich zu verabschieden“, sagte der 37-jährige DSV-Trainer und fällte noch ein vernichtendes Urteil über seine Equipe: „Prinzipiell hat das mit Landesliga nichts zu tun.“

1:0-Führung verspielt

Tornieporths Frust war nachvollziehbar. Nach einer guten Anfangsphase, die Ahmed Hafiz mit dem frühen 1:0-Führungstreffer belohnt hatte (8.), wurden die Hausherren vor 100 Zuschauern am Silberberg immer passiver. „Wir haben unnötigerweise nachgelassen. Ich habe keine Ahnung, warum“, sagte der Coach. In gleichem Maße wie die Düneberger abbauten, steigerte sich Berne. Der Gast war ab Mitte des ersten Durchgangs griffiger in den Zweikämpfen und klarer in seinen Offensivaktionen. Abdelkarim El Aidi gelang der verdiente Ausgleich (39.). „Wir sind zu langsam im Kopf“, motzte Dünebergs Stürmer Joscha Behrens kurz vor dem Pausenpfiff.

Recht hatte er. Und daran sollte sich auch in Abschnitt zwei nichts ändern. Die Hausherren waren zumeist gedanklich und körperlich einen Schritt langsamer. Dass Jude Graßmann nach einer Ecke freistehend zum 2:1 für den TuS treffen konnte (66.), war sinnbildlich für die Düneberger Dösigkeit. Finn Braatz (81.) und Simon Marklin (90.+3) erhöhten nach Kontern zum 4:1-Endstand. „Am Ende war das ja fast Arbeitsverweigerung“, brachte DSV-Verteidiger Marcel Jeremias die Auflösungserscheinungen bei den Gastgebern auf den Punkt.
DSV: Kikillus (4); Wolter (5), Jeremias (4), Özcerkes (4); Hoffmann (4-5), Karabey (4) ab 85. Tunc (-), Pauels (5) ab 78. Pytlik (-), Faqiri (4-5), Hafiz (4), To. Cosgun (3-4); Behrens (5).