Kreisliga-Kolumne

Die de Boers: Gipsarm links, Gipsarm rechts

Im Pokalspiel gegen den SC Sternschanze war Hamwardes Pascal de Boer (links) noch fit. Inzwischen fällt er genau wie Bruder Arjan de Boer verletzt aus.

Im Pokalspiel gegen den SC Sternschanze war Hamwardes Pascal de Boer (links) noch fit. Inzwischen fällt er genau wie Bruder Arjan de Boer verletzt aus.

Foto: Thomas Rokos

In der Kreisliga-Kolumne geht es unter anderem um zwei Gipsarm-Brüder, einen Turban-Torwart und einen Manager, der auch zum Elfmeterkiller taugt.

Partner-Look: Die Brüder Pascal und Arjan de Boer sind ein gewichtiger Faktor für den Aufschwung des Fußball-Kreisligisten SV Hamwarde. Stürmer Pascal steht mit 17 Treffern auf Platz drei der Torjägerliste, Arjan ist im defensiven Mittelfeld als Abräumer gefragt. Aktuell muss der Tabellenführer auf die de Boers verzichten. Beide haben einen Gipsarm: Pascal nach Haarriss in der Schulter rechts, Arjan nach Ellenbogenbruch links. Wie gut, dass zumindest Benjamin Hoops gegen den ETSV Hamburg II wieder dabei war. Mit drei Treffern war er beim 4:0-Erfolg Mann des Spiels. Zuvor hatte Hoops, genau wie die Gipsarm-Brüder, bei der Niederlage bei Wentorf II gefehlt.


Turban-Torwart:
Einen Ersatztorwart hatte der SC Vier- und Marschlande III im „kleinen Deichderby“ gegen den SV Curslack-Neuengamme II nicht dabei. Also musste Andre Sjuts auf die Zähne beißen, nachdem er mit Curslacks Marvin Heitbrink zusammengerasselt war. Sjuts machte nach langer Behandlungspause mit einer Platzwunde am Kopf und einem Turban-Verband weiter. Auch Heitbrink (Riss der Ohrmuschel) war hart im Nehmen und fuhr erst nach dem Spiel ins Krankenhaus. Doch während 21-Tore-Mann Heitbrink bei Torben Niese abgemeldet war, avancierte Sjuts zum Mann des Spiels. Mit starken Paraden hielt er den 3:1-Sieg des Schlusslichts vor 150 Zuschauern im Prestigeduell fest.


Aumühler Aufwärtstrend: Der Aufwärtstrend des TuS Aumühle-Wohltorf hält an. Im siebten Spiel seit der Zusammenlegung von erster und zweiter Mannschaft haben die „Füchse“, die in diesem Zeitraum 16 ihrer 17 Punkte sammelten, nun erstmals in dieser Serie kein Gegentor zugelassen. Schöner Nebeneffekt nach dem 1:0-Derbysieg gegen die TuS Dassendorf II: Die Aumühler haben erstmals seit dem dritten Spieltag die Abstiegsplätze verlassen. Blöd lief die Partie derweil für Dassendorfs Andre Litfin, der zehn Minuten nach seiner Einwechslung mit einer Platzwunde wieder raus und ins Krankenhaus musste.


Manager hält Elfmeter: Seit Wochen muss der FC Bergedorf ohne gelernten Keeper auskommen. Gegen den SC Wentorf II hütete nun sogar Manager Erdal Akyol das Gehäuse. Der Alt-Herren-Feldspieler parierte sogar einen Strafstoß, konnte die 1:3-Pleite aber auch nicht abwenden.


Knapper Kader: Je länger die Saison, desto mehr rächt sich der kleine Kader des Düneberger SV II. Zur Partie bei der TSG Bergedorf konnte der DSV nur durch drei Leihgaben aus der Landesliga eine spielfähige Elf stellen. Auf der Bank saßen noch ein gesunder und ein angeschlagener Akteur. Umso bitterer, dass der Treffer, der zur 1:2-Niederlage führte, erst drei Minuten vor dem Abpfiff fiel. Durch den Sieg liegt die TSG nur noch drei Punkte hinter dem zweiten Platz, der zum Bezirksliga-Aufstieg reichen könnte. Davon will Trainer Sven Lemke aber nichts hören Er freute sich über den „jetzt sicheren Klassenerhalt“.


Gute Antwort: Nach der derben 2:8-Klatsche bei Glinde II hat der SV Börnsen II gegen Titelaspirant Atlantik 97 die richtige Antwort gegeben. „Das 1:1 war für uns noch schmeichelhaft“, räumte Atlantiks Coach Alexander Schreiber ein. Der Ausgleich fiel durch einen umstrittenen Strafstoß in der Nachspielzeit.


Treffsicherer Torjäger: In der Kreisliga 4 rangiert Matthias Pawlak von der TSG Bergedorf II nach seinem Dreierpack beim 5:1 gegen den 1. FC Hellbrook mit 14 Treffern nun schon auf Platz zwei der Torjägerliste. Lediglich Sebastian Gromm (Wandsetal II, 19) hat häufiger getroffen.