Kreisliga-Kolumne

Nach 614 Minuten: Beim SV Hamwarde reißt eine Serie

Musste mal wieder hinter sich greifen: Hamwardes Torwart Dirk Kappmeyer.

Musste mal wieder hinter sich greifen: Hamwardes Torwart Dirk Kappmeyer.

Foto: Volker Koch

In unserer Kreisliga-Kolumne geht es unter anderem um einen verärgerten SVH-Keeper, die Aumühler Aufholjagd und einen treffsicheren Joker.

„Takka“ überwindet SVH-Keeper: Gleich fünf Stammspieler musste Maxwell Phelps im Spiel gegen die TuS Dassendorf II, bei der Liga-Leihgabe Muizz Saqib nach langer Verletzung sein Comeback gab, ersetzen. Von daher war der Coach des SV Hamwarde mit dem 3:1-Sieg zufrieden. Nicht so Dirk Kappmeyer. Der SVH-Keeper kassierte nach 614 Minuten mal wieder ein Gegentor. Und dann ausgerechnet durch einen Elfmeter. Devin Helling hatte Dassendorfs Dennis Lößel im Strafraum umgehauen. Daniel „Takka“ Otremba überwand Kappmeyer. „Wir haben 14 jetzt Spiele gewonnen und alle Siege waren verdient“, freute sich Phelps. Am Freitag tritt der Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga 3 beim Tabellendritten SC Wentorf II (19.30 Uhr, Am Sportplatz). Das Hinspiel hatte Hamwarde verloren.


„Das glauben die nicht“: Direkt nach Spielschluss machte sich Rüdiger Neuhaus, der Trainer der TSV Reinbek, so seine Gedanken: „Morgen ruft mich die Zeitung an, und ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Wir hätten 5:1 zur Halbzeit führen müssen und verlieren 1:3. Das glauben die mir nicht.“ Doch, glauben sie. Denn auch sein Gegenüber, Carsten Schruhl von Düneberg II, gab zu: „Bis zu unserem zweiten Tor war Reinbek die bessere Mannschaft.“ Aber die Stormarner nutzten mal wieder ihre zahlreichen Chancen nicht.


Aufholjagd fortgesetzt: Die Aufholjagd des TuS Aumühle-Wohltorf geht weiter. Zehn seiner elf Punkte holte die Mannschaft aus dem Sachsenwald aus den vergangenen fünf Partien. Bis kurz vor Schluss der Partie gegen den MSV Hamburg II durfte der Vorletzte sogar vom ersten „Zu-Null-Spiel“ träumen. Doch in den letzten Minuten konnten die Mümmelmannsberger noch auf 2:3 verkürzen.


Minimaler Einsatz, maximaler Ertrag: Glücklich ist, wer einen Henrik Hopstock auf der Bank hat. Beim Stand von 1:1 betrat der Offensive des SV Börnsen II in der 78. Minute der Partie gegen den ETSV Hamburg II das Spielfeld. Beim Schlusspfiff stand es 3:1. Beide Tore hatte Hopstock erzielt.


Zurück in der Erfolgsspur: So richtig lief es nicht bei Aufstiegsaspirant Atlantik 97. Nach drei Niederlagen folgte in der Vorwoche endlich mal wieder ein Sieg (6:2 gegen den SVCN II). Das 4:0 gegen den TSV Glinde II zeigt nun, dass die Neuallermöher wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden haben. „Wir haben mit unseren Führungsspielern gesprochen“, erklärte Trainer Alexander Schreiber. Das nahm sich vor allem Elyas Ebadi zu Herzen. Der frühere Landesligaspieler ging läuferisch und kämpferisch voran, krönte zudem seine Leistung mit dem Tor zum 4:0-Endstand.


Ganz schnell: Nur 22 Sekunden dauerte es, so schätzte der Trainer des SC Wentorf II Andreas Weng, bevor Marvin Wanagat zum 1:0 beim SV Altengamme II traf. Nach fünf Minuten stand es gar 2:0. „Das war unsere beste Halbzeit der Saison. Wir hätten 5:0 führen müssen“, sagte Weng. Erst in der Schlussminute konnten die Vierländer zum 1:2-Endstand verkürzen.


Der Trainerbank verwiesen: Schon mehrfach stand beim FC Bergedorf ein Feldspieler zwischen den Pfosten. Und auch Onur Sözen, der gegen den SVCN II das Gehäuse hütete, ist kein gelernter Torhüter. Das soll sich aber zum nächsten Spieltag ändern, verspricht Sascha Otto. Trotz der 4:6-Niederlage nahm der FCB-Trainer viel Positives mit. Nicht ganz so positiv fiel Otto auf. Nachdem er sich zu vehement beim Schiedsrichter beschwert hatte, wurde er der Trainerbank verwiesen.