Fußball-Landesliga

Déjà-vu beim Düneberger SV: Schon wieder abgeschlagen

Aktuell herrscht beim Düneberger SV viel Frust: Hier liegt Anil Karabey enttäuscht am Boden.

Aktuell herrscht beim Düneberger SV viel Frust: Hier liegt Anil Karabey enttäuscht am Boden.

Foto: Thomas Rokos

Sieben Punkte Rückstand zum rettenden Ufer hat der Düneberger SV nach Abschluss der Hinrunde. Gelingt diesmal die erneute Rettung?

Düneberg. Der Düneberger SV wähnte sich in der Fußball-Landesliga auf einem guten Weg. Nachdem im Vorjahr der Klassenerhalt nur dank einer nicht mehr für möglich gehaltenen Aufholjagd im Frühjahr gelang, sollte es in diesem Jahr mit einigen Neuverpflichtungen eine ruhigere Saison werden. Doch Pustekuchen! Vor dem Start der Rückrunde beim FC Türkiye (Sonntag, 14 Uhr, Georg-Wilhelm-Straße) stehen die Düneberger mit lediglich neun Punkten auf Platz 15 schon wieder mit dem Rücken zur Wand.

Die Ausgangslage

Ist noch schlechter als 2018/19. Waren es damals nach der Hinrunde vier Punkte zum rettenden Ufer, sind es jetzt sieben. Überdies ging es erst nach der Winterpause dank einiger Zugänge aufwärts. Allerdings standen vor einem Jahr auch noch zwölf Partien aus, jetzt sind es – keinen Ausfall vorausgesetzt – nur zehn. Heißt konkret: Der DSV braucht vor der Weihnachten dringend Punkte. Aber: Zuletzt setzte es sechs Pleiten am Stück.

Das Restprogramm

Bis zum Jahreswechsel sind es fünf Partien. Außer gegen Türkiye (Platz 9) geht es gegen Altenwerder (16.), Lohbrügge (1.), Berne (14.) und ASV Hamburg (2.). „Prinzipiell können wir gegen alle außer Lohbrügge punkten. Zehn Punkte wären schön, alles aufwärts von sechs ist okay“, sagt Trainer Dennis Tornieporth.

Der Kader

Individuelle Fehler führen immer wieder zu Gegentoren, selbst beste Chancen werden nicht genutzt. „Das ist wohl auch eine Qualitätsfrage. Das muss man wohl so hart sagen. Wir dachten, der Kader wäre ausgeglichener besetzt als letztes Jahr. Offensichtlich ist das nicht so“, sagt Ligaobmann Andreas Kreutzer. Eingeplante Stützen wie Ahmad Hafiz oder Tarik Cosgun haben aus disziplinarischen oder gesundheitlichen Gründen kaum eine Rolle gespielt. Dazu kommt die Formkrise von Tolga Cosgun. Seine zehn Tore ab Februar waren ein Garant für den Klassenerhalt (aktuell ein Treffer). Insbesondere ist es dem DSV nicht gelungen, Abwehrchef Marcel Jeremias (Karriere beendet) zu ersetzen. „Ulle fehlt“, sagt Torniepoth fast schon sehnsüchtig.

Lösungsansätze

Ob die personellen Nachjustierungen im Winter erneut sitzen, ist offen. Zumal dem Verein kein großes Budget zur Verfügung steht. Tornieporth hofft auf eine Rückkehr von Jeremias: „Die Wunschlösung.“ Bleiben Durchhalteparolen: „Wir müssen dreckiger und einfacher Fußball spielen. Schönspielerei bringt nichts. Und ich erwarte von Führungsspieler wie Joscha Behrens, Davis Özcerkes oder Fabian Heidmann, dass sie vorangehen“, betont der Coach.

Der Trainer

Steht nicht zur Disposition. „Klares Nein!“, betont Obmann Kreutzer. „Ich sehe die Beteiligung und den Einsatz im Training. Und es gibt keine Garantie, dass ein Wechsel auf der Bank fruchtet.“