Handball-Kolumne

Lauenburger SV unterliegt punktlosem Schlusslicht

Lauenburgs Fabian Rüger (rechts) wird von Jesper Torge Dannhauer von der Lübecker TS attackiert.

Lauenburgs Fabian Rüger (rechts) wird von Jesper Torge Dannhauer von der Lübecker TS attackiert.

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

In unserer Handball-Kolumne geht es heute unter anderem um ein Maskottchen, das kein Glück bringt und ein Derby, das es lange nicht gab.

HSG 404: Das neue Maskottchen der Handballerinnen der HSG 404 hat Annika Blohm auf dem Möllner Herbstmarkt beim Pferderennen gewonnen. Das Plüsch-Lama hört auf den Namen „Capri“, muss seine Fähigkeiten als Glücksbringer aber erst noch unter Beweis stellen. Denn obwohl alle Spielerinnen aus Schwarzenbek und Trittau das Lama vor der Landesliga-Partie gegen den TSV Wattenbek II streichelten, standen sie mit leeren Händen da – Endstand 18:22. Und das, obwohl die HSG lange deutlich führte (Halbzeit 10:6). Doch nach dem Wechsel bekamen die Gastgeberinnen vor allem Mirja Schulz im linken Rückraum überhaupt nicht mehr in den Griff. Die Wattenbekerin erzielte neun ihrer elf Tore im zweiten Durchgang.

Lauenburger SV: Um Fahrkarten zu schießen, müssen die Spieler der Lauenburger SV nicht extra auf den Jahrmarkt gehen. Dafür reichen die Partien des Landesliga-Aufsteigers völlig aus. „Was wir für Chancen vergeben, ist unglaublich. Und alles freistehend. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison“, klagte LSV-Trainer Carmelo Hadeler. So reichte es selbst gegen das bis dato punktlose Schlusslicht Lübecker TS nicht für Zählbares. Die Lauenburger lagen bereits nach einer Viertelstunde mit 2:7 zurück und kamen im Spielverlauf nie dichter als bis auf vier Tore heran – Endstand 20:25. „Dabei haben wir eine so junge, schnelle Truppe. Wir müssten jedes Spiel über 30 Tore werfen“, sagte Hadeler.

TuS Aumühle-Wohltorf II: Tim Aldenhövel, Trainer von Aumühles „Zweiter“, erinnerte die Regionsliga-Partie bei Groß Grönau mehr an Kegeln oder Kugelstoßen denn an Handball. „Beim Werfen von oben sind viele Bälle einfach rausgerutscht. Und Kraft in die Würfe hat man auch nicht reinbekommen“, sagte Aldenhövel nach der 22:24-Niederlage. Hintergrund: In Groß Grönau herrscht Haftmittelverbot, zudem spielen die Hausherren mit einem hart aufgepumpten Ball.

SG Glinde/Reinbek: Seit seiner Kindheit spielt Christoph Muchewitz bei der SG Glinde/Reinbek. Sein Trainer in der A-Jugend und später bei den Herren hieß Tim Aldenhövel, der inzwischen bei der „Zweiten“ des TuS Aumühle-Wohltorf gelandet ist. Doch auch aus einem anderen Grund ist das Nachbarschaftsduell bei den Aumühlern (Sonnabend, 19.15 Uhr, Ernst-Anton-Straße) für Muchewitz besonders. „Im Herrenbereich habe ich noch nie gegen Aumühle gespielt. Da ist die Vorfreude groß“, sagte der 34-Jährige. Hintergrund: Beide Vereine spielten bis vor einem Jahr lange in unterschiedlichen Verbänden (Hamburg und Schleswig-Holstein).

VfL Geesthacht: Nach vierwöchiger Spielpause tappten die Frauen des VfL Geesthacht vor der Partie gegen den Vorjahresmeister Lübecker TS im Dunkeln, was die eigene Leistungsstärke angeht. „Zumal wir viele Elemente nicht dabei hatten“, wie Trainer Thomas Brodeßer sagte. Die fehlenden Claudia Franke, Janine Wiebracht und Stephanie Gelsen sind dabei nicht bloß einfache „Elemente“, sondern gehören fast schon zur Kategorie der Edelgase, sprich sind beim VfL Leistungsträgerinnen. Doch auch ersatzgeschwächt gewann der VfL 25:20 und steht verlustfrei an der Spitze.