Kreisliga-Kolumne

Beim SV Hamwarde steht die Null

Hamwardes Benjamin Hoops (links) und Timo Urland (SVCN II) beim Laufduell um den Ball.

Hamwardes Benjamin Hoops (links) und Timo Urland (SVCN II) beim Laufduell um den Ball.

Foto: Volker Koch

Zum sechsten Mal in Folge blieb Spitzenreiter SV Hamwarde ohne Gegentor. Außerdem in unserer Kreisliga-Kolumne: ein Trainer, der ausrastet.

Die Zähne ausgebissen: 16 Treffer in 14 Partien hatte Marvin Heitbrink für die Kreisliga-Fußballer des SV Curslack-Neuengamme II vor dem Spiel beim Tabellenführer SV Hamwarde erzielt. Damit lag der Stürmer des Aufsteigers gemeinsam mit Atlantiks Nils Lawer an der Spitze der Torjägerliste. Doch an der starken Abwehr des SVH biss sich auch der so treffsichere Shooting Star die Zähne aus. Die Hamwarder blieben bei ihrem 4:0 bereits zum sechsten Mal in Folge ohne Gegentreffer. Bitter für Heitbrink: Er klagte nach der Partie über ein dickes Knie.

Zum Zunge schnalzen: Normalerweise filmt die Frau von Reinbeks Ahmad Alkhali bei den Spielen der TSV und postet die besten Filmchen in der team-internen WhatsApp-Gruppe. Wie blöd, dass sie beim Auswärtsspiel beim SCVM III nicht dabei war. Denn dort gelang Maikel Perz beim 4:2-Erfolg ein „Tor des Jahres“, wie Coach Rüdiger Neuhaus feststellte. Nach einer Ecke auf den kurzen Pfosten traf Perz mit der Hacke in den Winkel. „Der hat sich geärgert, dass sie nicht da war“, sagte Neuhaus.

Auf dem Zahnfleisch gekrochen: Mit zehn Mann musste der FC Bergedorf 85 die zweite Hälfte gegen den MSV Hamburg II bestreiten. Spieler Michael Kuhn (wechselt im Winter zu Atlantik) hatte einen privaten Termin, ein Auswechselspieler stand nicht zur Verfügung. So verlor der überlegene FCB mit 1:2. „Wir haben eine schwierige Situation und müssen zusehen, dass wir im Winter neue Leute kriegen“, betont FCB-Coach Sascha Otto. Einen neuen Manager (Erdal Akyol) gibt es schon mal.

Aus der Haut gefahren: „Einen klareren Elfmeter habe ich selten gesehen. Den haben sie richtig von den Beinen gedroschen“, sagte Wolfgang Spethmann, der Trainer des TSV Glinde II, zu einem vermeintlichen Foul an Ibrahim Özalp. Doch anstatt eines zweiten Strafstoßes für die Glinder im Spiel gegen Düneberg II – der erste wurde gehalten – gab es Gelb für eine „Schwalbe“. „Da bin ich ausgerastet“, erklärte Spethmann. Folge: Wegen heftigen Reklamierens erhielt er die Rote Karte. „Heute sage ich, das darf mir nicht passieren. Wir haben auch nicht deshalb 1:3 verloren, aber bei so etwas geht es um die Sache“, meinte Spethmann.

Zum Haare raufen: Dreimal lag der SV Altengamme II gegen die „Zweite“ der TuS Dassendorf mit zwei Toren vorn (2:0, 3:1, 4:2). Trotzdem reichte es nur zu einem Punkt. Praktisch mit der letzten Aktion köpfte Oberliga-Leihgabe Joe Warmbier den 4:4-Endstand. Unmittelbar zuvor hatte der aufgerückte TuS-Keeper Timo Meyer die Rote Karte (Tätlichkeit) gesehen. In Überzahl verspielte auch der TuS Aumühle-Wohltorf gegen die TSG Bergedorf einen 2:1-Vorsprung. Die Aumühler standen sogar ganz mit leeren Händen da – Endstand 2:3.

Vor dem Schlafen gehen: Zu ungewohnter Anstoßzeit (Sonntag 19 Uhr) kam die TSV Reinbek II im Schatten des Millerntor-Stadions zu ihrem dritten Saisonsieg. Durch das 3:2 beim FC St. Pauli V gaben die Stormarner auch die Rote Laterne der Kreisliga 4 ab. Überragender Mann bei der TSV war Felix Witt, der alle drei Tore erzielte. „In der Kabine war es danach sehr ruhig. Alle waren kaputt und wollten nur noch schnell ins Bett“, sagte Torwart-Trainer Frank Walter.