Landesliga

SVNA mangelt es an der nötigen Qualität

Ist auf der Suche nach guten Leistungen: SVNA-Trainer Daniel Andrade.

Ist auf der Suche nach guten Leistungen: SVNA-Trainer Daniel Andrade.

Foto: Hanno Bode

Dreimal in Folge steht beim SV Nettelnburg/Allermöhe die Null. Allerdings auf der falschen Seite. Beim SC Condor wachte der SVNA viel zu spät auf.

Nettelnburg. Reichlich Trubel herrschte gestern Morgen bereits ab 8.30 Uhr beim Familientag des SC Condor am Berner Heerweg. Sechs Jugend-Soccercourts waren auf dem Kunstrasen aufgebaut, die vor dem Herren-Landesligaspiel um 11.30 Uhr gegen den SV Nettelnburg/Allermöhe eilig wieder entfernt werden mussten. Dazu gab es eine Hüpfburg und in der Halbzeitpause eine Tanzvorführung der vereinseigenen Gruppe „Seven Strike“. Sieben Damen in goldenen Röcken unterhielten die 120 Zuschauer mit ihrer Choreographie zu „Ein Hoch auf uns“. Mit anderen Worten: Rahmenbedingungen, wie sie sich Amateurfußballer nur wünschen können. Doch der SVNA enttäuschte erneut, verlor verdient mit 0:2.

Andrade: „Wird eine schwere Saison“

„Über 90 Minuten hatten wir hier nicht den Hauch einer Chance“, urteilte SVNA-Trainer Daniel Andrade ein wenig zu hart über den Auftritt seiner Elf, „wenn man zum wiederholten Male einfach nicht die notwendige Qualität auf den Platz bringt, dann wird es halt eine schwere Saison.“ Mit nur vier Auswechselspielern – allesamt Defensivkräfte – waren die Nettelnburger angereist. Entsprechend anfällig war das zusammengewürfelte Team. Zweimal genügte Condor ein schlichter Pass in die Schnittstelle, um die Abwehr auszuhebeln. Beim ersten Mal war Luis Honig der Nutznießer und vollendete zum 1:0 für die Hausherren (13.). Beim zweiten Mal war Dennis Facklam halblinks frei durch und erhöhte per Flachschuss zum 2:0-Endstand (55.). So einfach lassen sich gegen den SVNA Spiele gewinnen.

Dass es nicht noch deutlicher wurde, hatten die Gäste Keeper Fynn Körner zu verdanken, der einige Mal glänzend parierte, so bei einem strammen Flachschuss von Facklam im Anschluss an eine Ecke (45.). Auf der Gegenseite hatte Timo Czech auf Vorarbeit von Philip Stefaniuk die beste Chance der Gäste, war aber einen Tick zu langsam, um den Ball noch aufs leere Tor zu bekommen (75.).

Zu spät aufgewacht

Was auffällig war: Wirkten die Gäste über weite Strecken zurückhaltend, fast lethargisch, so war die letzte halbe Stunde richtig gut. Plötzlich rannten sie wie befreit jedem Ball hinterher, attackierten mutig schon am gegnerischen Strafraum. Den Willen konnte den Nettelnburgern niemand absprechen. Doch warum nicht gleich so? „Das ist im Moment leider unser Problem“, urteilte Andrade, „anfangs sind wir in Ehrfurcht erstarrt. Und erst wenn der Sicherheitsabstand von zwei Toren Rückstand da ist, legen die Spieler ihre Befangenheit ab.“
SVNA: Körner (2-3); Feilke (4), Pawlikowski (4), Spiewak (3), Müller (3); Rönnau (4); Schindler (4), Czech (3-4), Öztürk (4) ab 53. Niklas Reimers (3-4), Schade (3) ab 70. Altun (-); Stefaniuk (3-4).