SV Curslack-Neuengamme

Erster Sieg nach fünf Pleiten: Befreiungsschlag für SVCN

Bejubelt seinen zweiten Treffer gegen Buccholz: Curslacks Torjäger Marco Schubring.

Bejubelt seinen zweiten Treffer gegen Buccholz: Curslacks Torjäger Marco Schubring.

Foto: Hanno Bode

Erneut sah es nicht gut aus für den SV Curslack-Neuengamme. Der SVCN lag gegen Buchholz bereits mit 0:2 zurück, zeigte dann aber Moral.

Curslack. Marvin Schalitz tat das, was die Oberliga-Fußballer des SV Curslack-Neuengamme im bisherigen Saisonverlauf so oft hatten vermissen lassen: Er klärte konsequent. Der nach langer Verletzungspause genesene Innenverteidiger drosch die Kugel in der Schlussphase des Kellerduells mit dem TSV Buchholz 08 unter Bedrängnis ins Aus. Genau genommen beförderte der 23-Jährige das Spielgerät über den Zaunfang des Sportplatzes am Gramkowweg hinweg auf den dahinter liegenden Parkplatz.

Das sah nicht schön aus, gab seinen Teamkameraden jedoch die Möglichkeit, sich neu zu formieren. Florian Rogge fand’s offenbar trotzdem total doof. „Mann Marvin, die Bälle sind teuer“, motzte der Mittelfeldmann. Dass er es mit einem verschmitzten Lächeln tat, zeugte davon, dass in diesem Moment der größte Druck von den Vierländern abgefallen war. Sie hatten ebenfalls den Befreiungsschlag geschafft und einen 0:2-Rückstand noch in einen 4:2-Erfolg umgewandelt.

„Das war der Curslacker Wahnsinn“

„Das war der Curslacker Wahnsinn hier“, sagte Oliver Schubert, Manager der Hausherren, nach einer Partie, die für seine Mannen bereits verloren zu sein schien. Denn im ersten Abschnitt lief für die Vierländer wie so häufig in den vergangenen Wochen wieder einmal alles gegen sie. Das Team von Coach Matthias Wulff war bemüht, wirkte aber in Anbetracht von fünf Pflichtspiel-Pleiten in Folge auch ziemlich verunsichert. Mehr als ein paar Einzelaktionen waren für den SVCN nicht herausgesprungen, bevor Milaim Buzhala (23.) und Dustin Hahn per Freistoß (25.) die Gäste mit 2:0 in Führung brachten.

Hernach verpassten es die Nordheider, gegen völlig neben sich stehende Curslacker mit mehr Entschlossenheit die Entscheidung herbeizuführen. Sieben Minuten vor der Halbzeit schlug Oliver Franz dann einen langen Ball auf Florian Rogge, der mit all seiner Klasse Keeper Lennart Brückner per Schuss ins lange Eck überwand.

Wende nach dem Seitenwechsel

Der Treffer hatte für die Wulff-Equipe Signalwirkung. Denn er hatte ihr gezeigt, wie die sehr hoch stehende Buchholzer Abwehr auszuhebeln ist. Nach dem Seitenwechsel ging es jedenfalls so weiter: Lange Bälle auf die Außen, dann in die Mitte, wo Marco Schubring ein dankbarer Abnehmer der Vorlagen war. Curslacks Top-Torjäger (nun 15 Saisontore) traf zum 2:2 und 3:2 (52., 67.). Als Moritz Kühn nach einem Solo von Rogge das 4:2 markierte (81.), schien die Entscheidung gefallen.

Einzig Schalitz traute dem Braten wie beschrieben noch nicht. Sehr zum Leidwesen vom Teammanager Darko Dorcic, der den weggeschlagenen Ball des Verteidigers auf dem Parkplatz lange suchen musste. Ende gut, alles gut. „Nach 0:2 in unserer aktuellen Lage noch so zurückzukommen, das kriegen nicht viele Teams hin. Das ist aller Ehren wert“, resümierte Coach Wulff treffend.
SVCN: Babuschkin (4); Beldzik (3-4) ab 90. Witmütz (-), Spiewak (4) ab 46. Lenz (2-3), Schalitz (2), Wilhelm (2-3); Franz (2), Bannasch (3), Rogge (2), Mokhlis (2), Kühn (3) ab 82. Brudler (-); Schubring (2).