Kreisliga-Kolumne

SV Hamwarde grüßt erstmals von der Tabellenspitze

Reinbeks Dennis Ebrahim (rechts) zieht an. Hamwardes Dennis Bahr kommt zu spät.

Reinbeks Dennis Ebrahim (rechts) zieht an. Hamwardes Dennis Bahr kommt zu spät.

Foto: Volker Koch / BGZ -Volker Koch

In unserer Kreisliga-Kolumne geht es unter anderem um den neuen Spitzenreiter, vier Platzverweise für Dassendorf II und Yoga in Börnsen.

Überraschungsteam: Nicht nur im Pokal ist Fußball-Kreisligist SV Hamwarde das Überraschungsteam der Saison. Auch in der Liga überzeugt der Dorfclub, der nach drei Siegen gegen Landesligisten in das Achtelfinale des Lotto-Pokals eingezogen ist. Nach dem 2:0 bei der TSV Reinbek grüßen die Hamwarder erstmals von der Tabellenspitze. „Wir genießen den Moment. Aber irgendwann steht man zu Recht da oben“, sagte Trainer Maxwell Phelps. Derweil mussten die Reinbeker mit dem letzten Aufgebot auflaufen. 17 Spieler fehlten. Im Tor half deshalb Torjäger Pascal Wittenhagen (acht Saisontreffer) aus.


Wie gewonnen, so zerronnen: Beim Sprung auf Platz eins profitierte der SVH vom Ausrutscher von Atlantik 97. Der Titelfavorit verlor die eine Woche zuvor eroberte Spitzenposition durch ein 2:4 bei Aufsteiger SVCN II – und das trotz weitaus mehr Ballbesitz. „Als Verfolger tun wir uns leichter. Der Tabellenplatz gefällt uns aber nicht“, sagte Trainer Alexander Schreiber. Mann des Tages war Curslacks Marvin Heitbrink, der seine Saisontore 12 bis 14 erzielte. „Der ist im Moment saustark. Und Konter sind sowieso unsere Stärke“, sagte SVCN-Coach Dirk Moldenhauer.


Ende der Durststrecke: 154 Tage, so lange musste der TuS Aumühle-Wohltorf auf einen Sieg warten. Gegen den Düneberger SV II war es soweit. 4:3 hieß es für den TuS, der für den Klassenerhalt die Kräfte gebündelt hat. Erste und zweite Herren (Kreisklasse) bilden jetzt einen Spielerpool, die Trainer Simon Uhl und Rainer Kucera ein gleichberechtigtes Gespann. In der ersten Elf gegen den DSV tauchten sechs Akteure aus dem Kreisklasse-Team auf. Zudem hat der TuS das „Fußball-Projekt“ ins Leben gerufen und mit Rudolf Kutscher einen Nachwuchsleiter installiert. Für DSV-Trainer Carsten Schruhl sind die Aumühler indes der Angstgegner: „Das war jetzt mein fünftes Spiel gegen sie. Ich warte immer noch auf den ersten Punkt.“


Am Ende zu siebt: In der Halbzeit war die Welt der TuS Dassendorf II noch in Ordnung. Mit 3:1 führte der Aufsteiger gegen den TSV Glinde II. Ganz anders sah es nach Spielschluss aus. Die Dassendorfer hatten die Partie mit 3:4 verloren und zudem noch vier Spieler nach Platzverweisen. Zwei Mal gab es Gelb-Rot nach wiederholtem Foulspiel, eine Ampelkarte für einen Rempler und einmal glatt Rot wegen Beleidigung. „Ich hätte mir mehr Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter gewünscht“, sagte TuS-Co-Trainer Amir Rahali. So habe etwa Christopher Jander zwei Elfmeter verursacht und für jedes Foul jeweils Gelb bekommen.


Treffsicher: Apropos Strafstöße. Die Schützen in der Kreisliga zeigten sich diesmal sehr treffsicher. In den zehn Partien mit „unseren“ Teams gab es immerhin neun Elfer – und alle waren drin. Das hat Seltenheitswert.


Anfang vom Ende: Bis zum Platzverweis von Andre Sjuts lief es für den SCVM III im Kellerduell gegen den FC Bergedorf. Nach dem Handspiel des Keepers außerhalb des Strafraums musste beim Stand von 1:0 Feldspieler Benedikt Kruse ins Tor – Endstand 2:5.


Aufgelockert: Ungewöhnliche Wege ging der SV Börnsen II vor dem Duell mit dem MSV Hamburg II. Statt des Abschlusstrainings stand Yoga mit einer eigens engagierten Trainerin auf dem Programm. „Die hat uns die nötige Beweglichkeit gebracht“, resümierte SVB-Coach Christian Somann nach dem 2:1-Erfolg.