Landesliga

VfL Lohbrügge auch ohne Bäker-Tor ein Hit

Glücklos gegen Bergstedt: VfL-Stürmer Pascal Bäker (2.v.l.).

Glücklos gegen Bergstedt: VfL-Stürmer Pascal Bäker (2.v.l.).

Foto: Hanno Bode

Lohbrügge. Torjäger Pascal Bäker (15 Saisontreffer) vergibt gegen Bergstedt Strafstoß und scheitert am Pfosten – die Lohbrügger siegen trotzdem.

Lohbrügge. Es gibt da diesen Hit beim VfL Lohbrügge. Die treuesten und gesangsfreudigsten Anhänger des Fußball-Landesligisten – darunter Präsident Jens Wechsel – stimmen ihn immer an, wenn Angreifer Pascal Bäker mal wieder eine „Bude“ gemacht hat. „Bäker – Bäker, Bäker“, singen sie dann nach der Melodie von „No
limit“ des Euro-Dance-Duos „2 Unlimited“. Der Song war Anfang 1993 ein Verkaufsschlager – so wie Bäker im bisherigen Saisonverlauf ein Torgarant war. 15 Mal hatte er schon getroffen.

Und dann kam diese Partie gegen den Abstiegskandidaten SV Bergstedt. Erst verschoss der 23-Jährige einen Strafstoß (15.), dann scheiterte er am Pfosten (21.). Die Clubheim-Terrasse, auf der Wechsel und Co. gerne bei einem Bierchen dem VfL-Treiben zuschauen, blieb stumm.

Trotzdem 11. Sieg in Folge

Kein Bäker-Treffer, keine Lohbrügger Tore? Nein, der souveräne Spitzenreiter kann in dieser Serie auch ohne Erfolgserlebnis seines Mittelstürmers mühelos siegen. In diesem Fall mit 3:0.

„Er hatte heute irgendwie die Sch. . . am Fuß“, meinte Sven Schneppel, der den VfL gemeinsam mit Elvis Nikolic trainiert. Dafür sprangen dann halt andere ein bei diesem 90-minütigen Einbahnstraßen-Fußball in Richtung des Berg­stedter Kastens.

Beispielsweise Abdoulie Trawally. Der spielt zwar nicht beim VfL, köpfte einen Eckstoß von Onur Saglam in der 58. Minute aber in die eigenen Maschen. Der 22-Jährige hatte bereits in der ersten Hälfte den Handelfmeter verursacht, mit dem Bäker dann an Gäste-Keeper Pascal Eisenhardt scheiterte.

Bergstedt bricht nach 0:1 ein

Hatte es der SVB vor dem Seitenwechsel noch ganz gut verstanden, die Räume eng zu machen, war er spätestens nach dem ersten Gegentreffer hoffnungslos damit überfordert, dem Kombinationswirbel des Spitzenreiters irgendwie Einhalt zu gebieten. Anto Zivkovic per Linksschuss (60.) und Innenverteidiger Nikola Benkovic mit einem Kopfball im Anschluss an eine Saglam-Ecke (69.) erhöhten auf 3:0.

Hernach besaßen die Hausherren diverse Großchancen, um das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. „Da war jede Menge ,Alu’ mit im Spiel“, sagte Schneppel mit Blick auf einige Pfosten und Lattentreffer seiner Equipe. Einzig Bäker hatte das Torgestänge nicht auf seine Bruchfestigkeit geprüft. Den VfL-Fans war es nach dem elften Sieg im zwölften Spiel egal. „Wir wollen die Mannschaft sehen“, sangen sie.
VfL: Bulanik (3), Ahmadi (3), Benkovic (2), Atug (3) ab 80. Indulto (-), Santelmann (2); Holz (3), Saglam (2), Zivkovic (2), Brkic (4) ab 59. Maskaljevic (3), Labiadh (3-4) ab 46. Gencel (2-3); Bäker (4).