VfL Lohbrügge siegt 3:2

Altengammes Fazit: „Die sind eine Klasse besser als wir“

Fußball, Landesliga Hansa, SV Altengamme - VfL Lohbrügge, Artur Hoppe, Sandro Schraub (v.l.)

Fußball, Landesliga Hansa, SV Altengamme - VfL Lohbrügge, Artur Hoppe, Sandro Schraub (v.l.)

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Altengamme. Trotz des knappen Ergebnisses von 3:2 für den VfL Lohbrügge war das Landesliga-Spitzenspiel in Altengamme eine klare Sache.

Altengamme. Kurz vor Beginn der zweiten Hälfte des Fußball-Landesliga-Derbys zwischen dem SV Altengamme und dem VfL Lohbrügge suchte der verletzte Gäste-Akteur Robert Pallasch das Gespräch mit VfL-Stürmer Pascal Bäker. „Ich warte hier auf dich“, sagte der Blondschopf zum Angreifer und verlangte damit von diesem, nach einem Treffer doch bitte zu ihm zu kommen. Bäker gehorchte brav. Nachdem der 23-Jährige in der 71. Minute das 3:0 für den Tabellenführer erzielt hatte, lief er zu Pallasch und fiel ihm in die Arme.

Pascal Bäker trifft schon wieder doppelt

„Er vergibt momentan ja wirklich keine Chance. Da gab es auch schon andere Zeiten“, lobte VfL-Coach Sven Schneppel seinen Top-Torjäger (nun 15 Saisontreffer), der Teil einer Mannschaft ist, die für diese Liga schlichtweg überqualifiziert zu sein scheint. Der 3:2-Erfolg bei den Vierländern zeugte abermals von der riesigen Qualität des Aufstiegs-Topfavoriten.

„Die sind eine Klasse besser als wir“, gab SVA-Präsident Bernd Mohr Mitte des ersten Abschnitts unumwunden zu. Zu diesem Zeitpunkt war die Dominanz der Gäste derart groß, dass man sich fragte, wie es Altengamme bloß auf den dritten Tabellenplatz geschafft hatte. Ein Spitzenspiel sahen die 159 Zuschauer, „davon fünf Schreihälse aus Lohbrügge und fünf Hunde“ (Stadionsprecher Markus Nollau) vor der Halbzeit jedenfalls nicht. „Es war aber nicht nur unsere eigene Qualität, sondern auch etwas zuviel Understatement von Altengamme“, meinte Sven Schneppel, der den VfL gemeinsam mit Elvis Nikolic trainiert.

„Hinten dicht“ mit Fünfer-Abwehrkette

Recht hatte er. Denn die Taktik der Hausherren, die Räume mit einer Fünfer-Abwehrkette eng zu machen und auf Konter zu lauern, ging überhaupt nicht auf. „Das kann ja auch nicht klappen, wenn man die Bälle blind irgendwo hinkloppt“, ärgerte sich SVA-Ligamanager Philipp Mohr. Das Resultat einer viel zu vorsichtigen Altengammer Vorstellung war eine 2:0-Führung der Gäste durch Treffer von Anto Zivkovic (25.) sowie Bäker (38.), der bei seiner ersten „Bude“ Pallasch beim Jubeln noch ignorierte.

Plötzlich wurde es noch einmal spannend

Nach der Pause schien das Spiel nach Bäkers 3:0 entschieden zu sein. Dann aber legte das Team von Trainer Jan Krey endlich so viel Leidenschaft in die Waagschale, wie man es von ihm gewohnt ist. Torjäger Sandro Schraub verkürzte per Kopf auf 1:3 (86.). Zwei Minuten später sah Lohbrügges Verteidiger Artur Hoppe Gelb-Rot, bevor Dominik Scheu nach einem Patzer von Keeper Bünyamin Bulanik zum 2:3 traf (89.). Jetzt begann für den Tabellenführer das große Zittern. „Hätte das Spiel noch zwei, drei Minuten länger gedauert, wäre wohl noch der Ausgleich gefallen“, atmete Schneppel tief durch.
SVA: Golinske (2); Voß (3), Scheu (3), Reimers (4) ab 75. Böttcher (-), Behr (3) ab 90. D. Herzberg (-), Peters (4-5) ab 58. Stegmann (3); Alpen (4), Buck (3), Bierwagen (3-4), Heitmann (3); Schraub (3-4).
VfL: Bulanik (3-4); Ahmadi (2), Atug (2), Benkovic (2), Hoppe (2); Holz (2-3) ab 78. Bozic (-), Zivkovic (2), Saglam (2), Brkic (3), Labiadh (3) ab 73. Akkus (-); Bäker (2) ab 85. Gencel (-).