1. Regionalliga

TSG-Basketballer unterliegen Hannover klar mit 56:77

Joscha Kolnisko (TSG, rechts) schirmt den Ball vor Angel Peychinov ab.

Joscha Kolnisko (TSG, rechts) schirmt den Ball vor Angel Peychinov ab.

Foto: Thomas Rokos / Thomas Rokos / BGZ

Neuallermöhe. Tolle Kulisse mit knapp 200 Zuschauern für die Basketballer der TSG Bergedorf, tolle Show, aber eine sportlich ernüchternde Partie.

Neuallermöhe. Die TSG Bergedorf wirbelt: Toll die Dribblings der Nummer „15“, schön die Würfe der „7“, unglaublich die Tricks der „6“. Doch es sind nicht die 1. Regionalliga-Basketballer der TSG, die hier zaubern, sondern die Einlaufkinder, die nach dem Ende des Spiel gegen die MTB Baskets Hannover Langenhagen die Chance nutzen, ein paar Körbe zu werfen. Einige Meter weiter stehen die TSG-Männer eng umschlungen im Mannschaftskreis und versuchen zu verarbeiten, was passiert ist. Mit 26:14 hatten sie nach dem ersten Viertel geführt und trotzdem am Ende noch klar mit 56:77 verloren. Schließlich gehen Philipp Simon und Florian Bunde als Erste hinüber und klatschen mit dem Nachwuchs ab. Die Begeisterung der Kids für das Team und für diesen Sport ist Balsam für ihre geschundenen Basketball-Seelen.

US-Profi war nicht zu halten

Nach dem 73:88 bei den Rendsburg Twisters war es für die Bergedorfer die zweite Niederlage im zweiten Spiel, bevor es am heutigen Sonnabend zum Meisterschafts-Favoriten Wolmirstedt geht (18.30 Uhr, Triftstraße). „Mit ihren viel professionelleren Strukturen sind Rendsburg und Hannover vielleicht auch einfach nicht die Gegner, gegen die wir unsere Punkte holen müssen. Das muss man einfach realistisch sein“, ordnete TSG-Coach Björn Fock das Geschehen ein. So war bei Hannover mit Devon-Lee Moore (19 Punkte) ein US-Profi der Top-Scorer, der lange Zeit in der 2. Bundesliga (Pro A) gespielt hat. Trotzdem erwischte die TSG einen Traumstart in die Partie, stürmte im ersten Viertel mit einem 10:0-Run davon, während Hannover schon in den ersten drei Minuten zehn Würfe aus dem Feld vergab. Doch dann wendete sich das Blatt. Hannover verteidigte aggressiver, die TSG verlor den Faden „Sie haben uns unser Spiel genommen. Das hat Hannover gut gemacht“, erkannte Fock an.

Tolle Einlauf-Show

Bemerkenswert war: Trotz des eindeutigen Spielverlaufs feuerten die 200 Zuschauer in der Sporthalle die Bergedorfer bis zum Schluss lautstark an. Die Begeisterung hatten die TSG-Basketballer zuvor selbst entfacht: durch ihr rasantes Spiel im ersten Viertel und durch eine tolle neue Einlaufshow mit „Licht aus – Spot an“, grünen Scheinwerfern und einer Videoprojektion zur Vorstellung der Spieler. Und mit den Einlauf-Kindern der U10 und U12. „Wir wollen Identifikation schaffen“, betont Fock. Zumindest das war an diesem Abend vollauf gelungen.
TSG-Punkte: Marvin Steinberg (11), Florian Bunde (10), Paul Owusu-Frimpong, Max Hilger (je 6), Philipp Simon, Joscha Kolnisko, Felix Jehnichen, Steffen Kiese (je 5), Leo Alban (3).