Mit 14 Jahren

Tim Tramnitz gibt künftig Gas in diesem Formel-4-Flitzer

Tim Tramnitz mit seinem Formel-4-Rennwagen auf dem Padborg-Ring in Dänemark.

Tim Tramnitz mit seinem Formel-4-Rennwagen auf dem Padborg-Ring in Dänemark.

Foto: Jürgen Tramnitz

Bergedorf. Mit nur 14 Jahren wechselt das Bergedorfer Kartsport-Ass Tim Tramnitz in den Formel-Rennsport. So wie einst Sebastian Vettel.

Bergedorf. An das erste Mal Gas geben im Formel-4-Rennwagen kann sich Tim Tramnitz noch gut erinnern. „Du denkst, hinter dir fliegt alles auseinander und das Auto explodiert. Du hörst den Motor mechanisch arbeiten, hörst das Getriebe“, schwärmt der 14-jährige Bergedorfer. „Wenn du dann von der Beschleunigung in den Sitz gedrückt wirst, das ist schon ein unglaubliches Gefühl.“

In vier Sekunden von Null auf Hundert

Vor ein paar Monaten stieg er auf dem Flugfeld von Itzehoe das erste Mal in so ein 160-PS-Geschoss, das in vier Sekunden von Null auf Hundert beschleunigt. Mittlerweile testet er regelmäßig auf den bis zu 240 Kilometer pro Stunde schnellen Flitzern, so auch am vergangenen Mittwoch im Padborg Park in Dänemark.

Während sich der Schüler des Luisengymnasiums noch ein paar Jahre gedulden muss, bis er im Straßenverkehr ein Auto lenken darf, ist im Motorsport das Pilotieren von Rennwagen schon früh möglich. 2020 mit dann 15 Jahren wird er sein Debüt in einem Formel-4-Rennen geben. „Natürlich macht man sich da so seine Gedanken. Man kann die Angst nie ganz beiseite schieben“, gibt sein Vater Jürgen Tramnitz zu, der das Hobby seines Sohnes aber bedingungslos unterstützt.

Erfolgreiche Kartsport-Karriere beendet

Schließlich hat Tim Tramnitz im Kartsport viel Erfahrung gesammelt. Er war 2015 Vierter beim Europafinale der Rotax Mini Max Serie, hat 2017 die ADAC Kart Sport Academy gewonnen und feierte 2018 als jüngster Fahrer überhaupt einen Rennsieg bei den Deutschen Kartsport-Meisterschaften. Auch sein Idol Sebastian Vettel war 2003 15 Jahre alt, als er vom Kartsport in den Formelsport wechselte.

Vieles ist in der Formel 4 bereits wie in der Formel 1, dem Ziel aller Wünsche. „Du musst das Lenkrad herausnehmen, um einsteigen zu können, das Monocoque ist auf den Fahrer zugeschnitten“, beschreibt Tim Tramnitz, „dann sind rechts Hebel, die man wie bei einem Flugzeug hochdrücken muss, bevor man den Startknopf drückt.“ Und dann kommt es wieder, dieses Gefühl, die Welt um einen herum würde explodieren.