ASV Bergedorf 85

Sanierung der Sander Tannen: Jetzt wird neu geplant

Wird es in auch Zukunft Zuschauerränge im Stadion an den Sander Tannen geben?

Wird es in auch Zukunft Zuschauerränge im Stadion an den Sander Tannen geben?

Foto: Hanno bode

Bergedorf. Der ASV Bergedorf 85 kämpft für den Erhalt der Stehtraversen an den Sander Tannen. Jetzt prüft das Bezirksamt die Wünsche des Vereins.

Bergedorf. Welche Sanierungsmaßnahmen werden im Stadion Sander Tannen umgesetzt? Und in welchem Maße können die maroden Stehtraversen erhalten bleiben? Diese und weitere Fragen hat ein Vertreter des Bergedorfer Bezirksamts am Dienstagabend bei einem Ortstermin mit Vertretern des ASV Bergedorf 85 erörtert. „Sie haben unsere Wünsche entgegengenommen. Wir haben Vorschläge zur Güte gemacht. Jetzt wollen sie es intern diskutieren“, berichtete der ASV-Vorsitzende Klaus Hinz.

Zu dem Treffen war es gekommen, nachdem die „Elstern“ öffentlich gegen die bisherigen Planungen der Behörde, in die der Verein nicht einbezogen war, protestiert hatten (wir berichteten). Daraufhin verschob das Bezirksamt den vor zehn Tagen geplanten Start der Baumaßnahmen, für die Kosten von einer halben Million Euro angesetzt sind.

Ursprünglich sollten die Zuschauerränge mit Sand aufgefüllt und Rasen angesät werden. Die Kapazität der Kult-Spielstätte hätte nach einer aktuellen Schätzung des Bezirksamts dann nur noch bei 350 Zuschauern gelegen.

Für die Tribünen Verzicht auf Trainingsplatz

„Wir lehnen das Zuschütten der Stehtraversen ab“, betonte Hinz erneut. Sollte es aufgrund beschränkter finanzieller Mittel nicht möglich sein, sie komplett zu erhalten, haben die „Elstern“ dem Bezirksamt einen Gegenvorschlag unterbreitet.

„Wir sind der Meinung, dass die relativ gut erhaltenen Ränge auf der Seite zu den beiden Kunstrasenplätzen wieder begehbar gemacht werden sollten, zudem auf der anderen Seite ein noch zu definierender Bereich links und rechts von der Sprecherkabine“, erläutert der ASV-Vorsitzende Hinz, dessen Verein als einziger Club Punktspiele auf dem Rasenplatz bestreitet.

Im Gegenzug wären seine Fußballer bereit, auf den vorgesehenen Trainingsplatz mit kleinen Toren zu verzichten. „Da ist es ohnehin immer sehr feucht, und eine Drainage war da auch nicht vorgesehen“, sagte Hinz.

Gesamtes Verfahren ist angehalten

Wann und ob in diesem Jahr überhaupt noch Bagger an den Sander Tannen rollen, ist offen. „Derzeit ist das gesamte Verfahren angehalten“, sagte Lena Stich, die stellvertretende Sprecherin des Bergedorfer Bezirksamtes. „Wir prüfen aktuell intensiv die Möglichkeiten, die Wünsche und Vorschläge des ASV Bergedorf 85 zu realisieren. Einen Zeitpunkt zu nennen, wann die Prüfung abgeschlossen ist, wäre unseriös. Aber wir können versichern, dass wir mit Hochdruck daran arbeiten“, sagte Stich weiter.

Fest steht bislang bislang lediglich, dass an der geplanten Erneuerung der Leichtathletikanlage mit Tartan-Laufbahn und Weitsprunganlage nicht gerüttelt wird. Damit soll sich die Situation für den Schulsport an der Stadtteilschule Bergedorf verbessern.