Tischtennis

Daniel Kleinert: Einer der letzten seiner Art

Die neue Nummer eins des TSV Schwarzenbek, Daniel Kleinert (re., bislang ASV Grünwettersbach, 3. Liga Süd) mit Trainer Mirsad Fazlic (Mitte) und seinem neuen Teamkollegen Frederick Spreckelsen.

Die neue Nummer eins des TSV Schwarzenbek, Daniel Kleinert (re., bislang ASV Grünwettersbach, 3. Liga Süd) mit Trainer Mirsad Fazlic (Mitte) und seinem neuen Teamkollegen Frederick Spreckelsen.

Foto: TSV Schwarzenbek

Schwarzenbek. Für den TSV Schwarzenbek beginnt die Saison in der 3. Bundesliga mit zwei Auswärtsspielen. Neu ist die Nummer eins Daniel Kleinert.

Schwarzenbek. Auf „Youtube“ hat der neue Tischtennis-Spitzenspieler des TSV Schwarzenbek einen eigenen Kanal. Wer im bekannten Videoportal „The Chopper“ eingibt, der findet reichlich Videos des 21-Jährigen in Aktion. Warum er diesen Aufwand betreibt, erklärt der Neuzugang vom ASV Grünwettersbach II (Baden-Württemberg) damit, dass er andere in den Bann seiner Spielweise ziehen will, damit dieser Stil nicht ausstirbt. Kleinert ist einer der letzten Abwehrspieler.

In der 3. Bundesliga , in der der TSV Schwarzenbek antritt, gibt es davon nur eine Handvoll. Charakteristisch für diese Spielweise sind extrem angeschnittene Bälle, auf englisch „chop“. Im Gegensatz zu Angriffsspielern ergreifen Abwehrspieler selten die Initiative und lauern stattdessen auf Fehler des Gegners.

Die Angriffsschläge seiner Kontrahenten kontert Klei­nert meist mit extremem Unterschnitt, den er mit einem speziellen Schlägerbelag auf der Rückhandseite, der sogenannten „langen Noppe“, erzeugt. „Abwehrspieler müssen viel laufen können und Geduld haben“, erklärt TSV-Cheftrainer Mirsad Fazlic. Dadurch entstehen meist lange, spektakuläre Ballwechsel, auf die sich die Tischtennis-Fans aus unserer Region schon mal freuen dürfen.

Ein Externer und drei Eigengewächse

Kleinert, der eine Zeit lang in Grünwettersbach bei Karlsruhe im dortigen Tischtenniszentrum gelebt hat, sich aber nicht für das Bundesligateam der Badenser empfehlen konnte, ersetzt in Schwarzenbek Hartmut Lohse (Hertha BSC Berlin). Auf den weiteren Positionen treten die Europastädter in unveränderter Besetzung an. Im oberen Paarkreuz spielt Frederik Spreckelsen an zwei. Sein Zwillingsbruder Moritz Spreckelsen sowie Routinier Sören Wegner – alle drei sind Schwarzenbeker Eigengewächse – bilden das untere Paarkreuz. Als Ersatzleute stehen der lange verletzte Sascha Nimtz oder Henrik Weber zur Verfügung.

Wie in der vergangenen Saison ist einzig und allein der Klassenerhalt das Ziel des TSV. Dafür müssen sie zwei Teams in der Zehnerstaffel hinter sich lassen. Am ehesten könnten dies Aufsteiger Hannover 96 und Lokalrivale SV Siek sein. „Ich bin der Meinung, dass es wieder eng wird. Die Mannschaft ist da optimistischer“, sagt Coach Fazlic.

Vor dem ersten Heimspiel am 29. September geht die Drittliga-Saison mit zwei Auswärtsspielen los. Am Sonnabend geht es zu Zweitliga-Absteiger Fulda-Maberzell II, am Sonntag ist dann der Vorjahreszweite Lampertheim der TSV-Gegner. Ein Punktgewinn wäre für die Schwarzenbeker ein großer Erfolg.

Und wer weiß, vielleicht stellt „The Chopper“ dann ja auch ein neues Video auf seinem Youtube-Kanal ein?