Kreisliga-Kolumne

SC Wentorf II jetzt als einziges Team ungeschlagen

Kommen ins Straucheln: Robin Pusch (TSG Bergedorf, links) und Yannick Drews vom SC Wentorf II.

Kommen ins Straucheln: Robin Pusch (TSG Bergedorf, links) und Yannick Drews vom SC Wentorf II.

Foto: Thomas Rokos

In unserer Kreisliga-Kolumne geht um ein einseitiges Spitzenspiel, einen teuren Tag für Torben Kellinghusen (SVCN II) und Atlantiks Schützenfest.

Topspiel: Ausgerechnet beim Topspiel der beiden einzigen unbesiegten Teams der Fußball-Kreisliga 3 zwischen dem SC Wentorf II und der TSG Bergedorf musste Wentorfs Trainer Andreas Weng aus privaten Gründen passen. Doch der Coach hatte vorgesorgt und Ersatzspieler Philipp Müller beauftragt, ihm die Zwischenstände zu tickern. „Ich saß auf heißen Kohlen, aber bei mir ist nur der Halbzeitstand angekommen. Das ist meist kein gutes Zeichen“, sagte Weng. Aber weit gefehlt: Abgesehen von den ersten 20 Minuten lieferte der Tabellenführer eine souveräne Partie ab und gewann hochverdient mit 4:0. Ein Extralob verdiente sich Torwart Lucas Frehse, der als Aushilfs-Rechtsverteidiger ein super Spiel hinlegte. Und der Ergebnisticker? „Philipp musste sich warmlaufen und konnte darum nicht schreiben“, klärte Weng auf.
Teures Spiel: Die Partie beim Düneberger SV II wird Torben Kellinghusen vom SV Curslack-Neuengamme II so schnell nicht vergessen. Erst unterlief dem 26-Jährigen bei einem Klärungsversuch ein Eigentor zum 0:1 (7.). Davon erholten sich die Vierländer in den ersten 45 Minuten nicht – Halbzeitstand 1:3. Doch dann startete der Aufsteiger eine Aufholjagd, an deren Ende der Eigentorschütze den 3:3-Endstand markierte. Das geht übrigens ganz schön an den Geldbeutel. „Er muss jetzt drei Kisten zahlen“, hat Obfrau Gesa Fenn genau mitgezählt. „Fürs Eigentor, dafür dass er erstmals die Kapitänsbinde trug und für sein erstes Tor als Kapitän.“
Manns Spiel: Zum Aufstieg des ETSV Hamburg II steuerte Dennis Mann zehn Treffer bei. Doch dann verließ ihn die Lust am Fußballspielen. Inzwischen ist er aber wieder dabei. Und wie wichtig er für die „Eisenbahner“ sein kann, zeigte Mann beim 4:2-Erfolg über die TSV Reinbek. Seine Ausbeute: drei Tore selbst erzielt und eins aufgelegt. „Dennis war überragend“, lobte Coach Roy Laudi.
Historisches Spiel: Als zweithöchster Sieg der Vereinsgeschichte von Atlantik 97 geht der 13:0-Erfolg gegen den TuS Aumühle-Wohltorf in die Annalen ein. Beim Meisterschaftsanwärter sorgten besonders die beiden Stürmer Willi Iwanow und Nils Lawer mit je vier Treffern für den Torreigen. „Beide treiben sich gegenseitig an“, sagt Coach Alexander Schreiber. Mit elf „Buden“ liegen sie gleichauf an der Spitze der Torjägerliste. Nur im März 2008 hatte Atlantik noch höher triumphiert. Damals besiegten sie in der Bezirksliga den Horner TV mit 15:0. Derweil mahnt Aumühles Trainer Simon Uhl: „Wenn wir das Ruder herumreißen wollen, muss sich bei vielen Spielern die Einstellung ändern.“
Comebackspiel: Über ein Jahr war Patrick Scharnberg beim SV Hamwarde wegen eines Knorpelschadens zum Zuschauen verdammt. Gegen den SV Altengamme feierte er notgedrungen – der SVH war knapp an Leuten – ein fünfminütiges Comeback. Für die Hamwarder war es das i-Tüpfelchen an einem gelungenen Spieltag. Der neue Tabellendritte gewann bei den heimstarken Vierländern 4:1.