American Football

Schwarzenbek Wolves scheitern an den Extrapunkten

Der ballführende Brian-Tom Lohse von den Schwarzenbek Wolves hält sich einen Verteidiger der Lüneburg Razorbacks vom Leib.

Der ballführende Brian-Tom Lohse von den Schwarzenbek Wolves hält sich einen Verteidiger der Lüneburg Razorbacks vom Leib.

Foto: Volker Koch / BGZ -Volker Koch

Schwarzenbek. Trotz der Niederlage gegen die Lüneburg Razorbacks ist der Aufstieg für die Schwarzenbeker Footballer noch möglich.

Schwarzenbek. Der Extrapunkt, im Fachjargon „Point after Touchdown (PAT)“, ist die kleinste Wertung im American Football. Nachdem eine Mannschaft den Ball für sechs Punkte in die gegnerische Endzone gebracht hat, kann der Kicker einen weiteren Zähler erzielen, wenn er aus kurzer Distanz durch die Torstangen schießt. Das ist in der Regel unspektakulär. Die Erfolgsquote ist selbst bei den Amateuren hoch.

Und doch machten im Verbandsliga-Spitzenspiel zwischen den Schwarzenbek Wolves und den Lüneburg Razorbacks die Extrapunkte den Unterschied. Die Schwarzenbeker zogen gegen die Lüneburger auch deshalb mit 26:28 den Kürzeren, weil bei ihnen zwei PAT nicht saßen.

Dabei ist Schwarzenbeks Kicker Brian-Tom Lohse, der bei den „Wölfen“ für Field Goals (drei Punkte) und Extrapunkte zuständig ist, ein verlässlicher Kicker. Seine Quote lag in der Premierensaison bei annähernd 100 Prozent. Und ohne ihren damals verletzten „Über-Kicker“ (Abteilungsleiter Kai Köpke) gerieten die Europastädter in der vergangenen Serie in Abstiegsgefahr.

Drei Teams ringen um den Aufstieg

Jetzt, im dritten Jahr der Geschichte der Abteilung, ist „BT“ – wie Lohse bei den Wolves meist genannt wird – wieder fit und ein Garant dafür, dass die Schwarzenbeker mit den Razorbacks und den Huskies II um den Oberliga-Aufstieg ringen.

Im ersten Duell gegen Lüneburg lief auch zunächst alles für die Hausherren. Malte Kohnert fing einen Pass von Quarterback Pascal Brückner zum Touchdown. Brückner lief zudem selbst zweimal in die Endzone, Felix Elvers einmal. Dass ein Extrapunkt von Lohse nicht das Ziel fand und ein weiterer Versuch aufgrund eines schwachen Snaps (Ballwurf zum Kicker) gar nicht ausgeführt werden konnte, fiel zunächst nicht ins Gewicht. Kurz vor der Halbzeit führten die Schwarzenbeker komfortabel mit 26:7.

Das Blatt wendet sich

Doch mit einem Touchdown der Gäste 40 Sekunden vor der Pause zum 14:26 wendete sich das Blatt. Im dritten und vierten Viertel hatten meist die Lüneburger den Ball. Die Wolves-Offensive stand nur dreimal auf dem Feld. Bitter war dabei der letzte Angriff kurz vor dem Ende, als Felix Elvers beim Stand von 26:28 in Field-Goal-Reichweite den Ball verlor (Fumble). Mit diesen drei Punkte hätten die Schwarzenbeker gewonnen – trotz ihrer PAT-Schwäche an diesem Tag. „Es war trotzdem ein super spannendes Spiel und rechnerisch ist immer noch der Aufstieg möglich“, sagte Köpke. Dafür müssen die Wolves jedoch alle drei verbleibenden Partien gewinnen und sich die Lüneburger noch einen Ausrutscher leisten.