Kreisliga-Kolumne

Hohe Ansprüche beim BFSV Atlantik 97

Voller Einsatz: Alexander Butherus (Atlantik, links) im Duell mit Marvin Wollan vom SV Hamwarde.

Voller Einsatz: Alexander Butherus (Atlantik, links) im Duell mit Marvin Wollan vom SV Hamwarde.

Foto: Thomas Rokos

In unserer Kreisliga-Kolumne geht es unter anderem um einen Dreifachtorschützen, mit dem sein Coach nicht zufrieden war oder das Sturmduo der TSG.

Dreierpack: Drei Tore im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga gegen den SV Hamwarde. Die Ausbeute von Atlantiks Willi Iwanow konnte sich sehen lassen. Doch gegen eine Berufung Iwanows in unsere „Kreisliga-Elf der Woche“ legte sein Trainer Alexander Schreiber ein entschiedenes Veto ein. „Er hätte sieben machen müssen. Willi braucht im Moment einfach zu viele Chancen“, erklärte Schreiber. Auch deshalb wurde es trotz einer vermeintlich klaren 4:1-Führung noch einmal spannend. Am Ende retteten die Neuallermöher ein knappes 4:3 über die Runden. „Der Sieg war wichtig für den Kopf“, sagte Schreiber nach dem dritten Erfolg des Titelanwärters im fünften Saisonspiel.


Geldregen: Obwohl sie auf dem Bergedorfer Stadtfest ihren 4:1-Erfolg gegen den SCVM III gefeiert hatten, trafen sich elf Spieler des SC Wentorf II am Sonntagmorgen in Trittau und besserten als Helfer bei den Cyclassics die Mannschaftskasse auf. Insgesamt 550 Euro kamen zusammen. Sekt für die Meisterschaftsfeier – der SCW hat als einziges Team bislang alle fünf Partien gewonnen – wird davon aber nicht gekauft. „Wir wollen eine gute Kreisliga-Mannschaft sein, aber der Aufstieg ist bei uns kein Thema“, betont Coach Andreas Weng entschieden.


Eingeschädelt: Der Düneberger SV II und die Elfmeter – in der vergangenen Saison war das so eine Sache. Von vier Strafstößen zappelte lediglich einer im Netz. Den verwandelte mit Pascal Treichel (inzwischen Büchen) ausgerechnet ein Torhüter. In dieser Serie scheint der DSV einen sicheren Schützen gefunden zu haben. Beim 6:0 gegen den MSV Hamburg II traf Kevin Schädel vom Punkt. Es war bereits sein vierter verwandelter Elfer in dieser Spielzeit.


Trio infernale: Dass die TSG Bergedorf mit 13 Punkten überraschend auf dem zweiten Platz steht, haben die Bergedorfer auch ihrem Trio infernale im Sturm zu verdanken. Stefan von Loßberg, Ilir Nezeri und Timo Zimmermann sind alle noch keine 20 und machen vorne gehörig Dampf. Beim 3:0-Erfolg beim SV Curslack-Neuengamme II trafen die drei Youngster erstmals gemeinsam für die TSG.


Premiere: Im fünften Anlauf feierte Aufsteiger ETSV Hamburg II die ersten Saisonpunkte. Im Kellerduell mit dem TuS Aumühle-Wohltorf gewannen die „Eisenbahner“ 5:2. Derweil bleiben die Gäste bei null Punkten und TuS-Trainer Simon Uhl hat Klarheit, wohin die Reise geht. „Das Spiel ist richtungsweisend, ob wir nur über den Abstiegskampf reden müssen“, hatte Uhl vorab gesagt. Aktuell hat der TuS in puncto Klassenerhalt ein zweites Eisen im Feuer. Ihre „Zweite“ führt die Tabelle der Kreisklasse 2 an. Somit wäre – Stand jetzt – der Platz in der Kreisliga gesichert.


Guter Einstand: Nach dem Rücktritt von Trainer Michael Meier ist der FC Bergedorf 85 weiter auf der Suche nach einem Nachfolger. Im Spiel beim TSV Glinde II stand der 1. Vorsitzende Ali-Osman Sözen interimsweise an der Seitenlinie und feierte beim überraschenden 2:0 einen gelungenen Einstand. Derweil ist die „Zweite“ des FCB (Kreisklasse B) zum dritten Mal nicht angetreten und wird damit vom Spielbetrieb ausgeschlossen.


Zweiter Platzverweis: Mit seiner Meinung hält Thomas Schwager nicht hinter dem Berg. Mitunter sollte sich der 38-jährige Routinier des TSV Glinde II lieber mal auf die Zunge beißen. In seinem dritten Saisonspiel, dem 0:2 gegen den FC Bergedorf, flog Schwager zum zweiten Mal mit der Ampelkarte vom Feld – rekordverdächtig. In beiden Fällen hatte sich der bereits Verwarnte in eine Diskussion mit dem Schiri verwickeln lassen.


Rekordverdächtig: Apropos rekordverdächtig – beim 8:2 des SV Altengamme II beim SV Börnsen II traf der vierfache Vierländer Torschütze Marcel Singelmann kurz vor der Pause binnen drei Minuten dreimal.