Kreisliga-Kolumne

SV Hamwarde: Standard-Training zahlt sich aus

Hamwardes Keeper Dirk Kappmeyer fängt in der Partie gegen Glinde II den Ball sicher ab

Hamwardes Keeper Dirk Kappmeyer fängt in der Partie gegen Glinde II den Ball sicher ab

Foto: Volker Koch / BGZ -Volker Koch

In unserer Kreisliga-Kolumne geht es heute um einen dreifachen Elfmeterschützen bei der TSG Bergedorf und einem Party-Verbot beim SVCN II.

Verladen: Seinen letzten Elfmeter hatte Robin Pusch verschossen – und wie! Im Finale des Vorbereitungscups des SV Altengamme II versuchte der Spieler der TSG Bergedorf mit einem gechipten Schuss zum Erfolg zu kommen und scheiterte kläglich. Das kostete seinem Team den Sieg und brachte ihm selbst Häme und Spott der Kollegen ein. Im Punktspiel gegen den MSV Hamburg II wetzte Pusch diese Scharte nun aus. Zum 11:1-Kantersieg gegen den MSV Hamburg II steuerte er gleich drei (!) Elfmetertore bei. Zweimal traf er unten rechts, einmal unten links. Das verleitete Co-Trainer Alexander Schellhorn zum Kommentar: „Wenn er Elfmeter ernst nimmt, ist er ein sicherer Schütze.“

Verfrüht: Für Thimo Schliebs war sein Tor zum 2:1 für den Fußball-Kreisligisten TSV Glinde II beim SV Hamwarde ein besonderer Moment, hatte er doch bei seinem Ex-Verein getroffen. „Hinterher war die Freude dann verflogen“, sagte sein aktueller Trainer Wolfgang Spethmann. Die Glinder hatten sich zu früh gefreut und im zweiten Abschnitt das Spiel aus der Hand gegeben. Nun war die Freude bei den Hamwardern, die noch 4:2 gesiegt hatten, groß. Zum einen bei Trainer Maxwell Phelps, dass sich sein Standard-Training bezahlt gemacht hatte. Tjark Schuchhardt traf gleich nach zwei ruhenden Bällen. Und zum anderen bei Marvin Wollan, der in seinem ersten Pflichtspiel für Hamwarde einmal traf.

Verflixt: Was die Spieler von Atlantik 97 auch anstellen, beim SV Altengamme II gibt es für die Neuallermöher einfach nichts zu holen. Im vierten Anlauf seit ihrer Rückkehr in die Kreisliga kassierte Atlantik die vierte Niederlage – diesmal mit 1:2. Vor den Freistoßkünsten von Siegtorschütze Nils Pietsch, der in der Nachspielzeit traf, hatte Gäste-Trainer Alexander Schreiber dabei vergeblich gewarnt. „Ich habe es vor dem Spiel angesprochen und beim Freistoß einen Spieler auf die Linie geschickt. Doch den hat unser Torwart leider wieder weggeschickt“, sagte Schreiber. Seine Mannschaft war zuvor mehrmals am überragenden Altengammer Schlussmann Marco Fedgenhäuer gescheitert. „Den wollten sie schon nach ihrem letzten Spiel bei uns verpflichten“, erinnerte sich SVA-Trainer Frank Graf.

Verzückt: Nach dem Party-Verbot für die 100-Jahr-Feier des SV Curslack-Neuengamme (Managerin Gesa Fenn: „Sie sollten sich aufs Spiel konzentrieren“) präsentierten sich die 2.-Herren-Fußballer im Gastspiel bei der TSV Reinbek zwar topfit, doch nach der Partie hatten die Akteure trotzdem einen Kater. Der Überraschungs-Tabellenführer hatte erstmals verloren (1:3) und Platz eins eingebüßt. Danach waren die Reinbeker ganz verzückt. Grund: „Es war das erste Punktspiel überhaupt auf unserem neuen Kunstrasen“, sagte TSV-Trainer Rüdiger Neuhaus.

Vergeben: Aus elf und fünf Metern war Aumühles Torhüter Florian Hogrefe im Spiel gegen den SC Wentorf II (0:2) von David Bergmann nicht zu bezwingen. Der Wentorfer scheiterte per Strafstoß und im Nachschuss. Erst Andreas Wahlich bezwang Hogrefe aus drei Metern im zweiten Nachschuss. Von diesem 0:1 erholten sich die Aumühler nicht mehr.

Verlegt: Das Derby in der Kreisliga 4 zwischen der TSG Bergedorf II und der TSV Reinbek II steigt am morgigen Mittwoch (19 Uhr, Billtalstadion). Die Reinbeker hatten um die Verlegung gebeten, da ein ehemaliger Mitspieler Teile der Mannschaft am eigentlichen Spieltermin zu seiner Hochzeit eingeladen hatte.