FC Voran Ohe 2:3

Elfmeter-Geschenk für den ASV Hamburg lässt Spiel kippen

Ohes Syed Saqib (links) redet auf Schiedsrichter Gerhard Ludolph ein. Daniel Gläser und Oskar Sulinksi (r.) sind konsterniert.

Ohes Syed Saqib (links) redet auf Schiedsrichter Gerhard Ludolph ein. Daniel Gläser und Oskar Sulinksi (r.) sind konsterniert.

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Ohe. Im Landesliga-Spitzenspiel unterlag der Zweite Voran Ohe dem Tabellenführer ASV Hamburg 2:3 und ärgerte sich über einen Elfmeterpfiff.

Ohe.  Wutentbrannt trat Daniel Walek nach dem Spitzenspiel der Fußball-Landesliga zwischen seinem FC Voran Ohe und dem ASV Hamburg gegen eines der Hütchen, das die Coachingzone markiert. „Am meisten geht mir auf den Sack, dass der Schiedsrichter in der Halbzeit sagt, dass es eine Fehlentscheidung war“, motzte der Kapitän der Stormarner. Der Abwehrchef sprach damit auf die Szene in der 24. Minute an, als Referee Gerhard Ludolph (Hoisbütteler SV) auf Elfmeter für die Gäste entschied, obwohl Oskar Sulinski den Ball im eigenen Strafraum vor dem heranstürmenden Abdul-Nafe Farahi geklärt hatte, bevor dieser dann über das Bein des Verteidigers fiel. Dass Ludolph bei der anschließenden Rudelbildung einen Schubser von Masehullah Satari nicht als Tätlichkeit ahndete, war für Ohe ebenfalls ärgerlich.

ASV Hamburg verlustpunkfreier Tabellenführer

Aber noch mehr schmerzte der Ausgleich zum 1:1 durch den von Timo Aschenbrenner verwandelten Strafstoß. Denn mit dem Gegentreffer kippte die Begegnung zugunsten des Aufsteigers, der am Ende mit 3:2 am Amselstieg gewann. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ und „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, skandierten die ASV-Kicker nach dem Schlusspfiff, während Vorans Personal frustriert von dannen schlich. Die erste Pleite im vierten Saisonspiel tat weh.

„Aber ganz unverdient war die Niederlage nicht. Die waren schon stark“, analysierte Ohes Sportlicher Leiter Hanno Stengel treffend. Denn der Liga-Neuling zeigte die reifere Spielanlage, während bei den Hausherren vieles Stückwerk blieb. So resultierte Vorans 1:0-Führung aus einem tollen Freistoß von Robin Woost, den Keeper Shahin Ahmadi so gerade noch aus dem Winkel kratzte. Gegen den Nachschuss von Sulinski war der prächtig aufgelegte Schlussmann dann machtlos (13.).

FC Voran wacht zu spät auf

Trainer Rainer Seibert war dennoch nicht zufrieden. „Ohe, wir sind erst bei 70 Prozent“, schrie der Trainer. Aber seine Equipe hatte große Probleme, die Kreise der quirligen ASV-Offensive zu stören. Just in die Phase hinein, in der es Voran zu gelingen schien, Stabilität zu erlangen, fiel Ludolphs Elfmeterentscheidung. Aschenbrenner nahm das Geschenk an. Kurz darauf durften sich die Gäste über ein Präsent von Maxim Gassmann in Form eines Ballverlustes in Höhe der Mittellinie freuen. Der ASV schaltete blitzschnell um, schickte Farahi auf die Reise, der zum 2:1 traf (39.).

Als Rathwan Al Radi kurz nach der Pause gar auf 3:1 erhöhte (53.), schien die Vorentscheidung gefallen zu sein. Fortan aber warf Voran endlich ganz viel Leidenschaft in die Waagschale. Sebastian Kaufmann konnte rasch verkürzen (56.). Sein Treffer zum 2:3 läutete eine über 30-minütige Druckphase der Stormarner ein. Allerdings: „Wir haben irgendwie keine klare Linie reinbekommen“, bemängelte Stengel. Die größte Chance zum 3:3 besaß Walek, der aus kurzer Distanz an Ahmadi scheiterte (90.+5.). Wohl auch deswegen musste kurz darauf ein Hütchen für seinen Frust herhalten.
Ohe: Lenz (3); Gläser (3), Sulinski (3), Walek (3), Lang (3-4); Saqib (3-4) ab 59. Tschichholz (3-4), Kaufmann (3-4), M. Gassmann (4) ab 55. Andersson (2-3), Woost (2-3), Ohl (4) ab 46. Krieter (3); Braesen (4).