FC Voran Ohe

Das Ende der Tiefstapelei vor dem Landesliga-Spitzenspiel

Grund zur Freude gab es beim FC Voran Ohe zuletzt reichlich. Hier jubeln (v.l.) Philip Lang, Nico Sandig und Daniel Walek.

Grund zur Freude gab es beim FC Voran Ohe zuletzt reichlich. Hier jubeln (v.l.) Philip Lang, Nico Sandig und Daniel Walek.

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Ohe. Zweiter gegen Erster heißt es am Freitagabend am Amselstieg: Der FC Voran Ohe empfängt in der Fußball-Landesliga den ASV Hamburg.

Ohe. Zweiter gegen Erster. Ein echtes Spitzenspiel! Doch wer hätte vor der Saison gedacht, dass die dazugehörige Paarung am vierten Spieltag der Fußball-Landesliga FC Voran Ohe gegen den ASV Hamburg lauten würde? Der ewige Außenseiter und der Aufsteiger. Ausgerechnet sie haben bisher als einzige Teams alle drei Spiele gewonnen. Und damit ihre Gegner in Verwirrung gestürzt. „Das war äußerst unschön“, klagte Daniel Andrade, Coach des SV Nettelnburg/Allermöhe, über die 1:6-Pleite gegen den ASV. „Wie konnten wir denn gegen die verlieren? Wir hatten doch Chancen zuhauf!“, wunderte sich Simon Gottschling, Trainer des Oststeinbeker SV, nach dem 1:3 in Ohe.

„Mannschaft hat das Zeug, oben mitzuspielen“

Beim FC Voran und beim ASV haben sie es mit Vergnügen zur Kenntnis genommen. Und gehen selbstbewusst ins Spitzenspiel heute Abend (19.30 Uhr, Amselstieg). „Natürlich ist das eine Momentaufnahme“, ist sich Ohes Trainer Rainer Seibert bewusst, „aber jetzt, wo wir einmal da oben stehen, wollen wir auch möglichst lange dort bleiben. Das Zeug dazu hat die Mannschaft auf jeden Fall!“ Das Understatement früherer Jahre, es ist Geschichte. „Wir stapeln nicht mehr tief“, bekräftigt Seibert, „sicher gibt es in dieser Liga zwei, drei Mannschaften, die besser besetzt sind, wie Lohbrügge, den ASV oder Oststeinbek, aber dahinter kommen gleich wir.“

Die heutige Partie dürfte richtungsweisend sein, denn der ASV reist mit breiter Brust an. „Wir wollen unter die ersten vier“, stellt ASV-Manager Mansoor Ahmadi klar. Gleich am ersten Spieltag ging es gegen den Topfavorit VfL Lohbrügge. Was andere vielleicht als „Hammer-Auftakt“ bezeichnet hätten, ordnet Ahmadi selbstbewusst als „Spitzenspiel“ ein und behielt recht. Der ASV setzte sich mit 3:2 durch und fegte anschließend über den SVNA (6:1) und den TuS Berne (5:0) hinweg.

Torschützenkönig Timo Aschenbrenner

Einen Unterschied zwischen den beiden Himmelsstürmern gibt es allerdings. Ohe lebte in den vergangenen Jahren von seinem homogenen Kader. Trainer Seibert konnte aufstellen, wen er wollte, ohne dass die Leistungsfähigkeit des Teams wesentlich litt. Der ASV hingegen hat eine klare Erfolgsachse: Kapitän Mike Appiah und Serhat Cayir organisieren die Abwehr, der Ex-Nettelnburger Masehullah Satari gewinnt die Bälle im Mittelfeld (Ahmadi: „Er ist unser Staubsauger“), Lamin Jawla und Abdul-Nafe Farahi sorgen für Druck nach vorn und Mittelstürmer Timo Aschenbrenner für die Torgefahr. Wie wichtig der frühere SCVM-Stürmer für sein neues Team ist, zeigte sich in der vergangenen Saison, als Aschenbrenner zehn Spiele gesperrt war und trotzdem Bezirksliga-Torschützenkönig wurde. Viel wird für Ohe heute davon abhängen, seine Kreise zu stören.