Jubiläum

100 Jahre SVCN – Eng verwachsen mit den Vierlanden

Die Sportplatzkommission (von links nach rechts): Karl-Heinz Storbeck, Uwe Mensing, Günter Heitmann, Heinz Figge und Horst Klaffehn.

Die Sportplatzkommission (von links nach rechts): Karl-Heinz Storbeck, Uwe Mensing, Günter Heitmann, Heinz Figge und Horst Klaffehn.

Foto: SVCN

Curslack. Von Freitag bis Sonntag feiert der SV Curslack-Neuengamme sein 100-jähriges Jubiläum mit zahlreichen Attraktionen.

Curslack. Jeden Donnerstag um 12 Uhr trifft sich die Sportplatzkommission des SV Curslack-Neuengamme am Gramkowweg. Das ist ein Grüppchen ehemaliger Ligaspieler, das regelmäßig das Gelände rund um den Kunstrasen in Ordnung bringt. „Wir mähen die Böschung, schneiden Hecken, halten alles sauber“, zählt Heinz Figge auf, der Vater des 1. Herren-Trainers Matthias Wulff. „Am heutigen Donnerstag sind auch die Ehefrauen mit dabei und wischen die Tribüne“, verrät der 1. Vorsitzende Hartmut Helmke. Damit alles blitzblank ist, wenn der Verein am Wochenende sein 100-jähriges Jubiläum feiert.

„Auf dem Dorf hilft man sich“

Es ist ein Beispiel für ehrenamtliches Engagement, wie es gerade den SVCN immer ausgezeichnet und getragen hat. „Hier auf dem Dorf kennt man sich und hilft man sich“, beschreibt es der Ehrenamtsbeauftragte Norbert Grell. Wie tief der Verein mit dem Ort verbunden ist, das zeichnet ihn aus“, ergänzt Helmke.

Dokumentiert wird das in der imposanten, Chronik „100 Jahre SVCN“, die rechtzeitig zum Jubiläum erschienen ist. Sie ist unter anderem bei A&O Helmut Küster, EDEKA Niko Clausen, im Vereinsheim und bei Heimspielen auf dem Sportplatz erhältlich.

Sechs Jugendliche machten den Anfang

Federführend bei der Erstellung des 132-Seiten-Werks war Norbert Grell, der 2003 bereits das Buch „Rund um den Bahnhof Curslack-Neuengamme“ veröffentlicht hatte. Der Spielverein Curslack-Neuengamme wurde am 12. Oktober 1919 von sechs Jugendlichen – Werner Albers, Herbert Buhk, Herbert Carstens, Henry Meyer, Carl Reimers und Arnold Rudert – gegründet, zu einer Zeit, in der es weder in Curslack noch in Neuengamme öffentliche Sportplätze gab. Gekickt wurde zunächst auf einer Wiese des Bauern Claus Heitmann. Der SVCN war der erste Fußballverein in den Vier- und Marschlanden, und der Zulauf entwickelte sich rasant: Bereits nach drei Wochen zählte der Verein 40 Mitglieder.

Doch es blieb nicht beim Fußball. 1923 riefen die beiden Gründungsmitglieder Herbert Carstens und Arnold Rudert eine Leichtathletik-Abteilung ins Leben, die sich mit einem Staffellauf quer durch die Vierlande in Hamburg einen Namen machte. Weitere Sportarten wie Faustball, Schlagball, Gymnastik oder Wandern folgten im Laufe der 20er-Jahre. Heute hat der SVCN rund 1000 Mitglieder, die in elf Sportarten aktiv sind: Fußball, Ju-Jutsu, Karate, Fitness, Pilates, Qigong, Yoga, Tischtennis, Turnen, Badminton und Darts.

Spagat zwischen Breiten- und Leistungssport

„Ganz besonders wichtig ist, dass es uns stets gelungen ist, den Spagat zwischen Breiten- und Leistungssport zu schaffen“, urteilt der 1. Vorsitzende Hartmut Helmke. Sportliches Aushängeschild ist die 1. Herrenmannschaft, der im Sommer 2006 unter Trainer Torsten Henke der Aufstieg in die Verbandsliga (heute: Oberliga) – Hamburgs höchster Spielklasse – gelang. Einer der Spieler damals war der heutige 1. Herren-Trainer Matthias Wulff, der 2000 als 17-Jähriger vom SV Nettelnburg/Allermöhe zum SVCN kam. Der 2018 verstorbene Hans-Otto Henke hatte die Verpflichtung gemeinsam mit dem damaligen Trainer An­dreas Hammer eingefädelt. „Otto war sehr energisch“, erinnert sich Wulff schmunzelnd, „wir durften den Raum erst verlassen, wenn wir unterschrieben hatten.“

Traditionsspiel, Gottesdienst, Familientag

Solche Anekdoten werden sicherlich zuhauf erzählt, wenn der Verein nun sein Jubiläum feiert. Es beginnt am Freitag mit dem Kommersabend für 120 geladene Gäste (19 Uhr, Vereinsheim).

Am Sonnabend folgen unter anderem das Jubiläumsspiel zweier Traditionsmannschaften (14 Uhr) und die Partie der 1. Herren gegen den TuS Osdorf (17 Uhr), bevor abends ab 20 Uhr im Vereinsheim die große Jubiläumsparty steigt.

Am Sonntag gibt es um 10 Uhr einen Open-Air-Gottesdienst vor der Haupttribüne. Um 11 Uhr schließt sich der Kinder- und Familientag an, bei dem der Nachwuchs einen Parcours mit zwölf Stationen bewältigen muss.