Handball

Elbdiven: Optimismus vor dem Saisonstart

Lauenburgs Alina Stapelfeldt (Mitte) setzt gegen den TSV Ellerbek zum Wurf an.

Lauenburgs Alina Stapelfeldt (Mitte) setzt gegen den TSV Ellerbek zum Wurf an.

Foto: Thomas Rokos / Thomas Rokos / BGZ

Lauenburg. Die Handballerinnen der Lauenburger SV glänzen am ersten Tag des Elbe-Cups. Am Ende werden sie Vierter.

Lauenburg. Die Stimme will nicht mehr. Dieter Eigemann bringt nach dem Halbfinale gegen Grün-Weiß Schwerin nur wenig mehr als ein Krächzen zustande. Es ist der zweite Tag des Elbe-Cups und der Handball-Trainer der Lauenburger SV hat viel geredet und seinen Spielerinnen erklärt, was sie noch besser machen können.

Das war jedoch gar nicht so viel. Denn die Elbdiven hatten eine bärenstarke Vorrunde gespielt. „Gegen die klassenhöheren Teams haben wir uns im Vergleich zur bisherigen Vorbereitung in der Abwehr gesteigert“, resümierte Eigemann. Das ließ sich auch an den Ergebnissen ablesen. Der Schleswig-Holstein-Ligist gewann zunächst gegen die beiden Oberligisten TSV Ellerbek (18:15) und VfL Stade (13:9). Gegen den Ahrensburger TSV (Hamburg-Liga) siegte die LSV nach anfänglichen Problemen mit 16:13.
Der Lohn: Platz eins in der Gruppe A.

Die starke Gruppe B gewann der HSV Bergtheim ebenfalls souverän mit 6:0-Punkten. Kurios: Grün-Weiß Schwerin, die HSG Heidmark und der HV Lüneburg kamen auf jeweils 2:6-Zähler. Da Schwerin das beste Torverhältnis aufwies, traf das Team aus Mecklenburg-Vorpommern im Halbfinale auf die Elbdiven.

Trommeln und Klatschen

Die Lauenburger Anhänger waren in der Partie von Beginn an da. Sie feuerten ihr Team mit Trommeln und rhythmischem Klatschen an. Doch erstmals beim diesjährigen Elbe-Cup blieben die Elbdiven unter ihren Möglichkeiten. Schnell lag das Team mit 1:5 zurück (Spielzeit 2x20 Minuten). Ein Rückstand, den die Lauenburgerinnen nicht mehr aufholen sollten. Den LSV-Spielerinnen unterliefen zahlreiche technische Fehler, beste Tormöglichkeiten wurden ausgelassen. Gleich drei Siebenmeter fanden nicht den Weg ins Ziel. „Wir haben uns selbst geschlagen“, sagte Eigemann. Symptomatisch war die letzte LSV-Chance der Partie. Anna Krajewski stieg am Kreis freistehend hoch, brachte den Ball aber nicht an der Grün-Weiß-Keeperin vorbei. Die starken Schwerinerinnen siegten schließlich 17:12.

Die am Vortag noch so überlegenen Bergtheimerinnen aus der Bayernliga verloren das zweite Halbfinale personell geschwächt gegen den VfL Stade mit 12:17. Da zum Spiel um Platz drei nur noch fünf gesunde Spielerinnen aus Franken übrig blieben, wurde die Partie im Siebenmeterwerfen entschieden.

Schwerin gewinnt

Als ihm Teammanager Arne Bahde diese Nachricht überbrachte, ahnte Coach Eigemann, was kommen würde. „Also werden wir Vierter“, sagte der 71-Jährige mit einem Grinsen. Wie schon im Halbfinale schwächelten seine Schützinnen von der Siebenmeterlinie (1:4). Den Wanderpokal gewann Schwerin durch ein 14:12 gegen Stade.

Das Fazit von Eigemann fiel dann aber positiv aus: „Durch die Leistungen beim Turnier sehe ich dem Saisonstart optimistisch entgegen.“ Bevor es in der Schleswig-Holstein-Liga mit dem Heimspiel am Sonnabend, 24. August, gegen Treia/Jübek losgeht, treffen die Elbdiven am Sonntag im Pokal auf Gastgeber HSG WaBo (15.30 Uhr) und die SG Kiel-Nord (17 Uhr, Auf dem Bös 2/Wankendorf).