Fußball-Landesliga

Schaffen es der SVNA und Altengamme aus der Krise?

Aufsteiger Oststeinbeker SV sucht noch nach Konstanz in seinen Leistungen.

Aufsteiger Oststeinbeker SV sucht noch nach Konstanz in seinen Leistungen.

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Bergedorf. Derby-Zeit in der Fußball-Landesliga: Der SVNA hat Voran Ohe zu Gast, Aufsteiger Oststeinbek empfängt den SV Altengamme.

Bergedorf. Die Fußball-Landesligisten SVNA und SV Altengamme eint, dass sie ihren Saisonstart gründlich verpatzt haben. Zwei Niederlagen stehen für beide bislang zu Buche, und ausgerechnet jetzt müssen sie sich in brisanten Derbys beweisen. Der SV Nettelnburg/Allermöhe hat heute Abend den FC Voran Ohe zu Gast (19 Uhr, Henriette-Herz-Ring), der SV Altengamme muss ebenfalls heute beim Oststeinbeker SV ran (19.30 Uhr, Meessen). Brisant sind beide Partien, weil sie eine Vorgeschichte haben: Vor gerade mal drei Wochen sind die Altengammer in Oststeinbek mit 1:2 nach Verlängerung aus dem Pokal geflogen. Satte fünf Jahre ist es hingegen her, dass Ohe zuletzt beim SVNA gepunktet hat.

Bloß kein früher Rückstand

Heute Abend wird nun das nächste Kapitel dieser beiden Geschichten geschrieben, und wenn es nach Altengammes Trainer Jan Krey geht, wird sich der Tonfall dabei deutlich ändern. Nach frühen Gegentreffern gegen Oststeinbek (10.), Condor (2.) und Dersimspor (20.) mussten die Vierländer jedesmal lange einem Rückstand nachlaufen, was ihnen mangels Torgefahr sichtlich schwerfiel. Damit soll nun Schluss sein. „Wir werden heute von Beginn an voll da sein“, verspricht er, „wir haben bislang Zielstrebigkeit und Präsenz im Sturm vermissen lassen, aber das wird heute ganz anders aussehen!“

„Wir waren naiv und dumm“

Alles ganz anders machen als zuletzt wollen auch die Oststeinbeker, die in Ohe trotz einer Stunde in Überzahl mit 1:3 unterlagen. „Wir haben uns naiv und dumm verhalten“, kritisiert OSV-Coach Simon Gottschling, dass es seine Elf immer wieder mit halbhohen Bällen in den Strafraum versucht hatte, anstatt die Überzahl auszuspielen. „Wir haben in der Zentrale keinen richtigen Führungsspieler“, hat Gottschling die Quelle der Probleme erkannt. „Agit Aydin und Adrian Voigt sind zwar erfahren, aber eher nicht die Typen, die vorangehen.“

Ohe: Mit breiter Brust zum SVNA

Voran Ohe hingegen fährt nach dem Sieg in Unterzahl nun mit breiter Brust zum SVNA, auch wenn es dort traditionell nicht viel zu holen gibt. Vier Niederlagen mit insgesamt 19 Gegentoren setzte es seit 2014 am Henriette-Herz-Ring. Doch obwohl mit Patick Gordon, Robin Woost (beide Urlaub), Jens Schenkenberg (Rotsperre) und Marc Ohl (Zerrung) vier Stammkräfte ausfallen, ist Voran-Coach Rainer Seibert selbstbewusst: „Wir wollen aus einem guten Saisonstart einen sehr guten machen.“

Zumal der SVNA noch nicht recht in Tritt ist. „Wir haben sieben A-Jugendliche hinzubekommen. Die müssen sich im Herrenbereich erst akklimatisieren“, sieht Co-Trainer Gianfranco Ganguzza trotz des Fehlstarts keinen Grund zur Beunruhigung. Zumal die Nettelnburger zu Hause eine Macht sind – gerade wenn der Gegner Ohe heißt.