Lotto-Pokal

SVCN glänzt auch gegen Hamm United

Nur mit Mühe konnte Sebastiao Mankumbani Curslacks Marco Schubring (rechts) aufhalten.

Nur mit Mühe konnte Sebastiao Mankumbani Curslacks Marco Schubring (rechts) aufhalten.

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Curslack. Der SV Curslack-Neuengamme nimmt im Pokal auch die Hürde Hamm United. Und ein Vierländer trifft nach Belieben.

Curslack. Im vollen Lauf hatte Marco Schubring den Ball über Keeper Frederic Böse hinweggelupft und das 1:1 im Zweitrunden-Duell des Lotto-Pokals seines SV Curslack-Neuengamme beim Ligarivalen Hamm United erzielt (26.). Bejubeln wollte der Angreifer seinen technisch sehr anspruchsvollen Treffer aber nicht. Ohne die Miene zu verziehen sprintete er weiter ins Tornetz und wollte dort die Kugel holen, um sie schnellstmöglich zum Anstoßkreis zu bringen. Daran wurde „Schubi“, wie er von seinen Teamkameraden gerufen wird, zwar von einem HUFC-Akteur gehindert. Doch die Aktion zeigte, wie erfolgs- und torhungrig der Stürmer nach seiner langen Leidenszeit ist.

Fast drei Jahre ausgefallen

Fast drei Jahre war Schubring aus Verletzungsgründen und wegen einer Sperre ausgefallen. Seit ein paar Monaten ist er nun beschwerdefrei und für den Vierländer Oberligisten derzeit wie ein Sechser im Lotto. Beim 4:2-Sieg in Hamm erzielte der 23-Jährige im vierten Pflichtspiel der noch jungen Saison bereits seinen siebten Treffer. „Er macht in der Offensive schon tolle Sachen“, meinte Coach Matthias Wulff und untertrieb damit noch. Denn es ist schlichtweg grandios, wie Schubring derzeit die gegnerischen Verteidiger und Torhüter zur Verzweiflung bringt.

Mit seiner Technik und seinem Tempo gehört der frühere Angreifer des SV Eichede fraglos zu den begabtesten Oberliga-Kickern. „Wenn er fit bleibt, kann man davon ausgehen, dass er in jedem Spiel ein Tor macht“, hatte Curslacks Manager Oliver Schubert vor Saisonbeginn gesagt. Bislang hat er recht. Doch nicht nur Schubring ist aktuell in Top-Form. Die ganze Mannschaft hinterlässt einen ausgezeichneten Eindruck. Gegen den HUFC knüpfte sie im ersten Abschnitt nahtlos an ihre Gala-Vorstellung vom vergangenen Freitag gegen den Niendorfer TSV (4:0) an und erspielte sich vor der Pause fast ein Dutzend Chancen. Dass die Hausherren durch Adrian Sousa in Führung gingen (23.), war in Anbetracht der drückenden Vierländer Überlegenheit eine Farce.

Auch Mokhlis spielt überragend

Doch das Wulff-Team antwortete ja rasch in Person von Schubring. Der ebenfalls überragende Hamed Mokhlis sorgte in der 43. Minute für die 2:1-Führung. Nach der Halbzeit ließen sich die Gäste unverständlicherweise in die eigene Hälfte drängen und hatten einige Male Glück, nicht den Ausgleich zu kassieren. Eine Gelb-Rote Karte gegen Sebastiao Mankumbani (63.) und der Treffer zum 3:1 durch Moritz Kühn (73.) nach Schubring-Vorlage hätten eigentlich für Ruhe beim SVCN sorgen müssen.

„Aber wir haben uns danach das Leben selbst schwer gemacht“, monierte Wulff. So durfte Hamm nach dem 2:3 durch Sousa (88.) und einigen Ecken in der Nachspielzeit bis kurz vor Ultimo auf den Ausgleich hoffen. Der letzte abgewehrte Standard fiel Florian Rogge vor die Füße, der aus der eigenen Hälfte mit dem Ball ins verwaiste Gehäuse laufen konnte (90.+5). Keeper Böse war mit nach vorn geeilt.

SVCN: Babuschkin; Beldzik, Bannasch, Spiewak, Wilhelm; Rogge, Iscan, Kühn (86. Schlufter), Mokhlis; Schubring (79. Radic), Lenz.