Volleyball

Björn Domroese wieder Pirates-Coach

Konzentriert sich künftig wieder auf die Arbeit als Coach: Björn Domroese.

Konzentriert sich künftig wieder auf die Arbeit als Coach: Björn Domroese.

Foto: Hanno Bode / Hanno bode

Oststeinbek. Bereits zum dritten Mal steigt der 38-jährige Domroese bei den Volleyballern des Oststeinbeker SV als Trainer ein.

Oststeinbek.  Schon gegen Ende der Spielzeit 2018/19 fragte sich Björn Domroese, ob er als Spieler bei den Volleyballern des Oststeinbeker SV weitermachen soll. Der Grund war nicht so sehr der Abstieg der Ostbek Pirates in die Regionalliga, als vielmehr das Alter des früheren Bundesligaspielers. „Mit 38 kann man schon mal aufhören“, sagt der Routinier. Doch dann änderte sich die Ausgangslage. Timo Timpe erklärte, dass er aus beruflichen Gründen kürzertreten wolle und nicht mehr als Trainer, sondern nur noch als Spieler zur Verfügung stehe. Als der Sportliche Leiter Steffen Trommeshauser dann bei Domroese nachfragte, ob er nicht übernehmen wolle, sagte dieser zu. Der 1,90-Meter-Mann ist damit bereits zum dritten Mal Trainer der Pirates.

Leistungsträger sind weg

Schon von 2010 bis 2012 sowie von 2014 bis 2016 arbeitete Domroese als Coach in Oststeinbek. Anschließend übernahm Timpe, und jetzt kehrt sein Vorgänger wieder zurück an die Linie. Auf ihn wartet eine schwierige Aufgabe. Erstmals nach 18 Jahren in einer der drei Bundesligen spielt der OSV wieder in der Regionalliga. Mehrere Leistungsträger haben den Verein verlassen. Allen voran Vincent Lemke und Eric Jahn, die praktisch zurückgepfiffen wurden. Die beiden talentierten Nachwuchsspieler werden vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert, aber nur, wenn sie auch dort spielen. Daher kehrt das Duo nach Schwerin zurück.

Unglücklich gelaufen

„Das ist unglücklich gelaufen. Sie waren bestens integriert“, sagt Ex-Coach Timpe. Leonard Lindloff wechselt hingegen zum Drittligisten Eimsbütteler TV. Auch Amir Omerbasic und Robert Eckelt haben den Verein verlassen – beide mit unbekanntem Ziel. Neuzugänge gibt es noch nicht. „Wir führen viele Gespräche. Ende Juli oder Anfang August soll der Kader stehen“, sagt der Sportliche Leiter Trommeshauser.

Coach Domroese muss also eine Mannschaft neu aufbauen. Was die Zielsetzung angeht, sind die handelnden Personen in Oststeinbek daher auch vorsichtig. Trommeshauser sagt etwas von Mittelfeld, Domroese denkt lieber voraus: „Perspektivisch möchte ich wieder in die 3. Liga.“ Nach den Sommerferien starten die Ostbek Pirates in die Saisonvorbereitung. Am 28. September wird es dann ernst. Am ersten Regionalliga-Spieltag tritt der OSV bei der dritten Mannschaft des Kieler TV an.