Lauenburger SV

Vanessa Wulf: Unerwartete Rückkehr zu den Elbdiven

Da war sie noch Feldspielerin: Vanessa Wulf (links) im April 2017 im Spiel gegen Fockbek/Nübbel.

Da war sie noch Feldspielerin: Vanessa Wulf (links) im April 2017 im Spiel gegen Fockbek/Nübbel.

Foto: Thomas Rokos

Lauenburg. Mit Handball hatte Vanessa Wulf nach drei Kreuzbandrissen abgeschlossen. Jetzt ist sie bei den Elbdiven zurück – in neuer Rolle.

Mit Handball und der Lauenburger SV hatte Vanessa Wulf nach drei Kreuzbandrissen schweren Herzens abgeschlossen. Die 23-Jährige schaute sich bereits nach anderen Sportarten um, probierte es beim Volleyball. Doch glücklich wurde die Geesthachterin ohne die Elbdiven nicht. Also ließ sie sich nur zu gern von ihrer alten Teamkameradin Maren Knakowski überreden, wenigstens das Athletiktraining bei den Lauenburgerinnen mitzumachen.

Doch dabei blieb es nicht. Weil sie aus Sorge um eine erneute Verletzung nicht wieder im Feld anfangen wollte, „bin ich irgendwie ins Tor gerutscht. Dort habe ich in der
D-Jugend mal gespielt“, sagt Wulf und ergänzt: „Wenn das Handball-Herz erst einmal in dir schlägt . . .“

Die Rückkehrerin ist der letzte Neuzugang im Kader von LSV-Trainer Dieter Eigemann. Und der Nachfolger von Carsten Mahnecke ist durchaus angetan von Wulfs Künsten zwischen den Pfosten. „Sie ist auf dem Weg, eine echte Konkurrentin für ,Muschi’ zu werden“, sagt der 70-Jährige. Die Rollenverteilung im Duell mit der langjährigen Stammtorhüterin Lena Gansor-Kaatz (Spitzname „Muschi“) ist für Wulf derweil eindeutig: „Lena ist klar die Bessere. Ein Vorbild, bei der ich mir viel abschauen kann.“

Auch Hadeler und Lemmermann zurück

Außer Wulf tummeln sich noch zwei weitere Ex-Spielerinnen bei den Trainingseinheiten, die in den vergangenen Wochen auf der Laufbahn an der Hasenberghalle abgehalten wurden: Lena Hadeler (ehemals Mehrkens) und Sarah Lemmermann.

Beide sind zu Jahresanfang erstmals Mutter geworden und brennen auf eine Rückkehr in die Schleswig-Holstein-Liga. Da wird manche Laufeinheit mit dem Kinderwagen absolviert.

„Familie, Kinder, Beruf und Handball unter einen Hut zu bringen, ist gar nicht leicht“, sagt Mannschaftskapitänin Maren Knakowski. Als zweifache Mutter weiß die selbstständige Physiotherapeutin, wovon sie spricht. „Als Mannschaft haben wir noch kein Ziel ausgegeben. Aber ich persönlich betreibe diesen Aufwand nicht, um im Mittelfeld zu landen. Mein persönliches Ziel ist ganz klar die Rückkehr in die Oberliga“, betont Knakowski.

Elbe-Cup am 10./11. August

So weit würde der erfahrenen Übungsleiter (Knakowski: „Dieter ist ein General“) noch nicht gehen. „Ich habe mich bislang auf uns konzentriert. Die Mädchen arbeiten alle sehr engagiert. Ich kann nicht klagen. Persönlich möchte ich eine bessere Platzierung als zuletzt (Rang sechs, die Red.)“, sagt Eigemann, der für sein Engagement bei der LSV extra in die Elbestadt gezogen ist.

Die neue Serie beginnt am 24./25. August. Zuvor steht noch das eigene Turnier um den „Elbe-Cup“ am 10./11. August an. Dann präsentieren sich den Fans auch die anderen neuen Diven: Stine Buhmann und Lea Warnecke (eigene A-Jugend) sowie die erst 16-jährige Nadine Haase (Boizenburg). Alina Radke, die ebenfalls aus der LSV-Jugend zum Team stoßen sollte, geht fürs Studium nach Bremen.