Generalprobe

SVCN nur bedingt bereit für den Start

Curslacks Neuzugang Moritz Kühn (links) im Duell mit Bastian Stech.

Curslacks Neuzugang Moritz Kühn (links) im Duell mit Bastian Stech.

Foto: Hanno Bode

Curslack. Der Test gegen Lüneburg war die Generalprobe vor dem Saisonstart, doch aktuell muss der SVCN sehen, dass er eine Elf voll bekommt.

Curslack. Als offensiver Mittelfeldspieler der A-Jugend des SV Eichede hat Tim Schmidt die Verantwortlichen des SV Curslack-Neuengamme überzeugt. Seit dieser Saison gehört der 18-Jährige zum Kader des Fußball-Oberligisten. Im Test gegen Regionalligist Lüneburger SK, der Generalprobe der Vierländer vor dem Saisonstart, musste Schmidt als Rechtsverteidiger aushelfen. „Ich glaube, das hat er noch nie gemacht“, sagte SVCN-Manager Oliver Schubert.

Nur 12 Feldspieler bei der Generalprobe

Es war nicht die einzige Position, auf der die Vierländer bei der 1:3-Niederlage improvisieren mussten. Trainer Matthias Wulff stand eine Woche vor der Pokalpartie in Aumühle nur eine Rumpfelf zur Verfügung. Inklusive Testspieler Alex Diarra gerade mal zwölf Feldspieler. „Mal wieder aus der Not heraus“, nannte Wulff seine Formation.

So bildete der von Bezirksligist ETSV Hamburg gekommene Yanneck Schlufter – eigentlich ein Mann für die linke Außenbahn – gemeinsam mit Oliver Franz (von Landesligist SVNA) die Innenverteidigung, Offensivmann Stjepan Radic agierte auf der „Sechs“ und Stürmer Benjamin Bambur musste aus- und wieder eingewechselt werden. „Das macht mir ein bisschen Angst“, sagte Manager Schubert zur angespannten Personallage.

Fehlende Automatismen

Unter der Woche musste der Test gegen den VfB Lübeck II sogar ganz ausfallen – zu wenig Spieler. „Ich musste meinen Plan für die Vorbereitung über den Haufen werfen. Wir konnten wenig ausprobieren und kaum Abläufe und Automatismen einstudieren“, klagt Coach Wulff, dem gegen Lüneburg vier Urlauber und sieben Verletzte fehlten.

Und die Situation wird bis zum Punktspielstart am 28. Juli in Tornesch nicht unbedingt besser. Der neue Torjäger Bambur etwa fehlt urlaubsbedingt die ersten vier Partien. Niklas Hoffmann (Verdacht auf Meniskusriss) und Till Witmütz (Probleme am bereits einmal gebrochenen Schienbein) wahrscheinlich noch länger.

Dabei haben sich die Vierländer für diese Serie so viel vorgenommen und glaubten, ihren Kader dafür breit aufgestellt zu haben. Ein einstelliger Tabellenplatz und 50 Punkte plus x sind das Ziel. Aktuell ist der SVCN aber nur bedingt vorbereitet auf den Start.

Und doch brachte auch die Niederlage gegen Lüneburg positive Erkenntnisse. Obwohl das Umschalten auf die Defensive insgesamt weniger gut klappte, wussten Schlufter und Schmidt auf ungewohntem Terrain zu überzeugen. Und zu Beginn der zweiten Hälfte, als die Curslacker ihre beste Phase hatten und drauf und dran am Ausgleich zum 2:2 waren, lief das Spiel nach vorn ordentlich. Besonders Moritz Kühn (kam vom SCVM) machte auf der rechten Seite auf sich aufmerksam. Für Schubert stand jedoch etwas anderes im Vordergrund: „Es hat sich niemand verletzt.“


Torfolge: 0:1 Eliezer Correia (8.), 0:2 Kristijan Augustinovic (22.), 1:2 Florian Rogge (46.), 1:3 Braima Baldé (58.).