Bustour geplant

Jetzt amtlich: DFB-Pokalspiel der TuS Dassendorf in Zwickau

Die TuS-Macher Alexander Knull (links) und Jan Schönteich.

Die TuS-Macher Alexander Knull (links) und Jan Schönteich.

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Dassendorf. Fußball-Oberligist TuS Dassendorf wird sein DFB-Pokalspiel im in Zwickau austragen. Spiel im Norden sei „nicht realisierbar“.

Dassendorf.  Was sich schon seit Wochen abgezeichnet hat, ist jetzt amtlich: Der Fußball-Oberligist TuS Dassendorf wird sein Erstrundenspiel am 10. August (15.30 Uhr) im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden (2. Bundesliga) im über 500 Kilometer entfernten Zwickau austragen. Die dortige GGZ-Arena (Slogan: „Heimat des Sports in Westsachsen“) wurde erst 2016 eröffnet, fasst 10.134 Zuschauer und ist die Heimstätte des FSV Zwickau, den mit Dresden eine Fanfreundschaft verbindet.

„Größtes Highlight der Vereinsgeschichte“

Mit anderen Worten: Es dürfte voll werden. Mit 10.000 Zuschauern wird dieses Spiel mehr Publikum haben als die beiden bisherigen Dassendorfer DFB-Pokalauftritte am 26. August 2000 gegen die Spielvereinigung Unterhaching (0:5) und am 18. August 2018 gegen den MSV Duisburg (0:1) zusammen. Beide Partien wurden an den Sander Tannen in Bergedorf ausgetragen. „Wir blicken voller Vorfreude auf das größte Highlight unserer mehr als 70 Jahre langen Vereinsgeschichte“, betonen TuS-Teammanager Alexander Knull und TuS-Sportchef Jan Schönteich in ihrer Pressemitteilung.

Polizei lehnte Austragung in Kiel ab

Eine Alternative zu diesem Heimspiel in der Fremde habe es nicht gegeben. „Eine Durchführung im Norden war nicht zu realisieren“, betonen Schönteich und Knull. In Hamburg gab es vom FC St. Pauli und dem SC Victoria Absagen wegen der als schwierig bekannten Dresdener Fans, die beim letzten Auswärtsspiel am Millerntor einen Toilettenraum demoliert hatten. In Lübeck ist am selben Wochenende mit dem DFB-Pokalspiel zwischen dem VfB Lübeck und dem FC St. Pauli ebenfalls ein Risikospiel angesetzt, sodass der VfB ebenfalls ablehnte. Die Dassendorfer erwogen dann noch, in Kiel zu spielen. „Da hat dann aber die Polizei ihr Veto eingelegt, weil sie nicht zwei Risikospiele an einem Wochenende in Schleswig-Holstein haben wollte“, erläutert Knull.

Schon der HSV kickte in Zwickau

Somit also Zwickau. Damit treten die Dassendorfer in große Fußstapfen. Zur Stadioneröffnung der GGZ-Arena am 22. August 2016 spielte der Hamburger SV in der ersten Runde beim FSV Zwickau und setzte sich damals durch ein Tor von Alen Halilovic mit 1:0 durch. Nun könnten also die Dassendorfer Geschichte schreiben. Die TuS will „zu sehr moderaten Konditionen“ Bustouren nach Westsachsen anbieten, um dem heimischen Fans die Möglichkeit zu bieten, live dabei zu sein. „Die Busse sind schon reserviert“, betont Knull, „wir versuchen nun, Logenplätze zu kriegen und diese zusammen mit einem Catering vor Ort zu einem niedrigen Gesamtpreis anzubieten.“ Dazu müssen sich die Dassendorfer allerdings noch mit Dynamo Dresden über die genaue Kartenverteilung einigen.

TuS-Team reist schon am Tag vorher an

Die TuS-Mannschaft wird übrigens bereits am Tag vor dem Spiel anreisen. Ein Hotel ist bereits gebucht. „Am Sonnabend gibt es dann noch ein lockeres Anschwitzen, bevor es zum Spiel geht“, erläutert Knull, „nach dem Spiel geht es dann aber sofort mit dem Bus zurück in den Norden.“ Im Gepäck werden die Spieler dann auf der 500-Kilometer-Reise das wohl größte Erlebnis ihrer Fußballkarriere haben.