Judo

Verletzung trübt Bundesligapremiere der JG Sachsenwald

JGS-Kämpferin Miriam Kornblueh hält Melissa Corrigeux aus Hannover auf dem Mattenboden.

JGS-Kämpferin Miriam Kornblueh hält Melissa Corrigeux aus Hannover auf dem Mattenboden.

Foto: Hanno Bode / BGZ/Hanno Bode

Neuallermöhe. Beim ersten Heimkampftag der JGS in der 2. Liga zieht sich eine Judoka aus Hannover eine schwere Schulterverletzung zu.

Neuallermöhe.  Es herrschte Riesenjubel in der Sporthalle der Gretel-Bergmann-Schule in Neuallermöhe, nachdem Laura Isabell Alberts von der JG Sachsenwald in der TSG Bergedorf ihren Kampf in der Klasse bis 70 Kilogramm gegen Eleftheria Theodorakis (JT Hannover) durch einen Ippon für sich entschieden hatte. Doch plötzlich übertönte ein greller Schrei die Freudenbekundungen. Die unterlegene Judoka lag mit dem Rücken auf der Matte und schluchzte nun so fürchterlich, dass jedem Besucher des Duells der 2. Bundesliga schnell klar wurde, dass sie sich schwerer verletzt haben muss.

Sanitäter eilen zur 23-Jährigen

Die anwesenden Rettungssanitäter des Arbeiter-Samariter-Bundes eilten zu der 23-Jährigen, konnten ihre Schmerzen aber nicht lindern. Mit einer Trage wurde die Österreicherin in eine Ecke der Halle gebracht und dort über eine Stunde lang behandelt. Das Drama um Theodorakis überschattete den allerersten Bundesliga-Judokampftag im Bezirk Bergedorf. Die Kämpferin vom Tabellenführer war bei Alberts Wurf so unglücklich auf die Schulter gefallen, dass sie sich nicht mehr bewegen konnte. Ein zusätzlicher Rettungswagen und eine Notärztin mussten kommen. Der kreidebleichen Theodorakis wurde eine Infusion gelegt.

Erst viele Minuten nach dem Ende des Kampftages war sie transportfähig und konnte ins Krankenhaus gebracht werden. Dort wurde ihre Mannschaftskameradin Dagmar Götz zu diesem Zeitpunkt bereits versorgt. Sie hatte sich in ihrem Duell mit Neele Vocke (-70 kg) von der Sport-Union Annen Witten ebenfalls eine Schulterblessur zugezogen. „So ist dieser Sport, die Verletzungsgefahr beim Judo ist relativ hoch. Das kann man nicht immer verhindern. Man hat es aber nicht so oft, dass sich gleich zwei Kämpferin schwer verletzen“, sagte JGS-Trainerin Solveig Martens. Ihre Schützlinge überstanden die Vergleiche mit den weiter ungeschlagenen Hannoveranerinnen (3:4) und Witten (5:2) unversehrt. „Damit haben wir unser Tagesziel erreicht. Wir wollten einen Kampf gewinnen“, freute sich Martens.

Führung gegen Hannover

Nachdem sich Hannover bereits im Auftaktkampf gegen den Tabellensiebten Witten nur zu einem knappen 4:3-Sieg (Wertung: 40:30) gemüht hatte, waren auch die Gastgeberinnen nah dran, den Niedersächsinnen die erste Niederlage zuzufügen. Zwar verlor Nicole Bauer (+78 kg) zum Auftakt. Im Anschluss sorgte Celine Becker (-63 kg) aber für den Ausgleich. Es folgte eine Niederlage von Jana Buschermöhle (-78 kg), bevor Miriam Kornblueh (-52 kg) sowie Alberts siegten und so für die 3:2-Führung des Außenseiters sorgten. Ein Erfolg fehlte nun noch zur Überraschung. Doch Stienecke Böhmer (-48 kg) und Marina Callsen (-57 kg) zogen in ihren Duellen jeweils den Kürzeren, sodass am Ende ein 3:4 (27:40) für die JGS zu Buche schlug. „Da wäre mehr möglich gewesen“, sagte Trainerin Martens.

Schnell klare Verhältnisse

Gegen Witten sorgten die Gastgeberinnen dann anschließend schnell für klare Verhältnisse. Bauer, Jennifer Bieber (-63 kg), Buschermöhle, Vanessa Ressel (-52 kg) und Alberts entschieden die ersten fünf Kämpfe für die Bergedorferinnen. Die Niederlagen von Selina Nentwig (-48 kg) und Synthia Kollar (-57 kg) fielen nicht mehr ins Gewicht. Durch den 5:2-Sieg (50:20) festigte das Martens-Team seinen Platz im Mittelfeld. „Es macht einfach Spaß mit dieser Mannschaft“, schloss die Trainerin.