KREISLIGA-KOLUMNE

Wentorfs „Zweite“ verzweifelt an Tausendsassa im TSG-Tor

Hielt einen Elfmeter und zahlreiche Hochkaräter: TSG-Torhüter Aaron Bauer.

Hielt einen Elfmeter und zahlreiche Hochkaräter: TSG-Torhüter Aaron Bauer.

Foto: Volker Koch

In unserer Kreisliga-Kolumne geht es unter anderem um einen tollen Torwart, einen Spieler für den SVNA, und eine Frau, die ein Männerteam coacht.

Über sich hinausgewachsen: Wie man sich irren kann! Als Andreas Weng, Coach des SC Wentorf II, vor dem Duell in der Fußball-Kreisliga 3 gegen die TSG Bergedorf Gäste-Torhüter Aaron Bauer beobachtete, wähnte er sein Team bereits halb auf der Siegerstraße. „Der ist 1,65 Meter groß und hat keinen Ball festgehalten“, lautete Wengs vorschnelles Urteil. Hinterher musste er kleinlaut einräumen: „Wir haben zehn Hochkaräter, davon hat der Torwart sieben gehalten. Ich weiß nicht, wie er das hinbekommen hat.“ Ohne Frage, dass die TSG beim 1:1 einen Punkt mitnahm, hatte sie vor allem ihrem Tausendsassa im Tor zu verdanken.

Neuer Co-Trainer: Bei Wentorfs „Zweiter“ gibt es einen Wechsel auf der Position des Co-Trainers. Der bisherige Assistent Mathias Heinrich will sich wieder ganz auf seine Spielerrolle konzentrieren. Sein Nachfolger wird Christian Kautz, der seine Spielerkarriere beim ASV Bergedorf 85 aus Verletzungsgründen beenden musste.

Einer für den SVNA? Daniel Wysokinski und der Kunstrasenplatz am Henriette-Herz-Ring – das passt. Zum zweiten Mal in dieser Saison bestritt Atlantik 97 aufgrund der Umbaumaßnahmen an ihrem eigenen Platz ein Heimspiel auf der Anlage des SV Nettelnburg/Allermöhe. Und Wysokinski, der bereits gegen Willinghusen dreifach traf, war erneut mehrfach erfolgreich. Zum 4:1 gegen den FSV Geesthacht steuerte der Stürmer einen Doppelpack bei. Damit markierte er fünf von sieben Saisontreffern am Henriette-Herz-Ring. „Wir haben schon vorgeschlagen, ihn zum SVNA zu verkaufen“, witzelte der Vorsitzende Vitali Rommel, „aber er will nicht.“

Kopfball-Ungeheuer: Der Abstiegskampf zehrt an den Nerven von Carsten Schruhl, dem Trainer des Düneberger SV II. „Das geht echt an die Sub­stanz“, sagte er nach dem Last-Minute-Erfolg gegen Schlusslicht FC Lauenburg. Beim Stand von 2:0 für den DSV war noch „alles super“, nach dem Ausgleich in Minute 82 dann „alles aus“ – dachte zumindest Schruhl. Aber da hatte er die Rechnung ohne seinen Oldie im Sturm, Andreas Wölfel, gemacht. Der 34-Jährige traf per Kopf nach einer Ecke zum 3:2-Sieg. „Der ist der einzige in der Truppe, der Kopfball kann“, sagte Schruhl. Schlecht für seine Nerven: Billstedt-Horn und Willinghusen haben genau wie Düneberg 27 Punkte. Zwei Teams steigen am Ende ab. Am Freitag (20 Uhr) spielt der DSV in Willinghusen.

Anderes Geschlecht: Als erste Trainerin eines Männerteams im Heimatgebiet (gemeinsam mit Thomas Niese) steigt Anna Hepfer zur neuen Saison beim SCVM III ein. Weil Noch-Coach Oliver Albers gegen den Harburger SC verhindert war, feierte Hepfer nun vorzeitigen Einstand. Und obwohl es beim Zweiten der Kreisliga 1 ein 1:7 setzte, sagte die Trainer-Novizin: „Das hat Lust auf die neue Saison gemacht. Das Ergebnis spiegelt nicht das Spiel wider.“

Klassenerhalt: Nach dem 5:3 bei der SV Billstedt-Horn II hat Aufsteiger TSV Reinbek II den Klassenerhalt in der Kreisliga 4 in der Tasche. Großen Anteil am Aufschwung hat Felix Witt, der an fast allen der 28 TSV-Tore seit der Winterpause beteiligt war (acht Tore, 14 Vorlagen).